Kommunales

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München laufen die Ermittlungen weiter. (Foto: dpa/Peter Kneffel)

21.04.2026

Weiter keine Klarheit über Anschlag auf israelisches Lokal

Ein mutmaßliches Bekennervideo wirft neue Fragen auf – die Behörden prüfen mögliche Verbindungen zu einer proiranischen Gruppierung

Die seit Tagen laufende Prüfung eines vermeintlichen Bekennervideos hat laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann CSU)  noch keine Klarheit über die Hintergründe zu dem Anschlag auf ein israelisches Restaurant in München geliefert. „Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse, wer hier unmittelbar für die Tat verantwortlich ist“, sagte der CSU-Politiker. Das fünf Tage nach der Tat aufgetauchte Video zeige „auf jeden Fall eine verbale Unterstützung“ des Anschlags. „Ob es sich dabei um die Täter selbst oder um Sympathisanten handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen.“

Unbekannte hatten in der Nacht auf den 10. April das israelische Restaurant „Eclipse Grillbar“ in München angegriffen, Fensterscheiben zerstört und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Polizei, Justiz und Betreiber gingen von Anfang an von einem antisemitischen Motiv aus.

Video sorgt für neue Fragen

Fünf Tage nach der Tat war auf Social-Media-Kanälen der proiranischen Gruppierung Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI) ein Video aufgetaucht, das sich auf den Angriff bezieht. Ob es tatsächlich von den Tätern stammt, ist unklar – es könnte auch von Unterstützern oder Trittbrettfahrern verbreitet worden sein.

Bayerns Verfassungsschutzpräsident Manfred Hauser sprach von „gewissen Anhaltspunkten“, die für eine Verbindung sprechen könnten. Seit Anfang März seien jüdische Einrichtungen verstärkt in den Fokus der Gruppierung geraten. Gleichzeitig gebe es aber auch Hinweise, die gegen einen direkten Zusammenhang sprächen – etwa das späte Auftauchen des Videos ohne konkrete Tatbilder. Die Ermittlungen dauern an. (dpa)

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