Kommunales

Viel Stimmung im Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn. Doch die Boandlkramerei hatte im Vergabeverfahren der Stadt München mehr Punkte erzielt und wurde statt des Herzkasperlzelts zugelassen. (Foto: München Tourismus/Tommy Loesch)

19.06.2024

Wiesn-Wirt zieht vor den Verwaltungsgerichtshof

Die Boandlkramerei hatte im Vergabeverfahren der Stadt München für die Oide Wiesn mehr Punkte erzielt und wurde statt des Herzkasperlzelts zugelassen. Der unterlegene Wirt will sein Ziel juristisch erreichen

Der Wirt des Herzkasperlzelts auf der Oidn Wiesn will seine Zulassung für dieses Jahr vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) erzwingen. Das Verwaltungsgericht München hatte den Eilantrag des Wirts am Dienstag abgelehnt - dagegen legte er aber umgehend Beschwerde ein, wie der VGH am Mittwoch mitteilte. 

Der Senat wolle schnell darüber entscheiden, sagte ein Gerichtssprecher. Weil der Aufbau der Zelte fürs Oktoberfest schon Anfang Juli beginnt, erwarteten die Beteiligten eine Entscheidung noch im Juni. 

Richter: Vergabepraxis nachvollziehbar

Die Boandlkramerei hatte im Vergabeverfahren der Stadt München mehr Punkte erzielt und wurde statt des Herzkasperlzelts zugelassen. Die Richter beurteilten die Vergabepraxis als nachvollziehbar und sahen keine sachwidrige Benachteiligung.

Das Herzkasperlzelt gibt es seit der ersten Oidn Wiesn 2010, die mit den 200-Jahr-Feiern des Oktoberfests entstand und mit historischen Fahrgeschäften sehr beliebt ist. Markenzeichen des Zelts ist eine junge weiterentwickelte Volksmusik und ein Tanzboden. Der Wirt der Boandlkramerei versprach, es werde auch bei ihm die beliebte Volksmusikszene der gegenwärtigen Strömung geben, er wolle gezielt den talentierten Nachwuchs fördern. (Roland Losch, dpa)

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