Kommunales

Der beim Würzburger Volksfest "Kiliani" untersagte Ballermann-Hit "Layla" ist nach Einschätzung eines Musikfachmanns sexistisch. (Foto: dpa/Daniel Karmann)

12.07.2022

Würzburg untersagt Ballermann-Hit

Aufregung um Partyhit "Layla" - Urteil Musikexperte: "sexistisch"

Der beim Würzburger Volksfest "Kiliani" untersagte Ballermann-Hit "Layla" ist nach Einschätzung eines Musikfachmanns sexistisch. "Natürlich ist das Lied sexistisch", sagte der Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg, Michael Fischer, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist ein Partyschlager." In dem Song werde eine Frau namens Layla beschrieben und "in sexistischer Weise besungen, und das Video unterstützt das natürlich auch in seiner Bildsprache."

Dass die Protagonistin des Clips offensichtlich ein Mann in High Heels, schwarzem Minirock und mit blonder Perücke ist, ändere nichts am Charakter des Liedes. Dies sei jenseits von Ironie oder Transaspekten. "Das ist einfach ein sexistischer Song."

In dem Hit von DJ Robin & Schürze heißt es unter anderem: "Ich hab' 'nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...)." Die Musiker waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Bisher keine öffentliche Kritik

Ein Sprecher Würzburgs sagte, als Veranstalter des Volksfestes habe man den Festzeltbetreiber gebeten, den Song nicht mehr zu spielen. Zuvor hatte ein Medienhaus die Stadt auf den Song aufmerksam gemacht, öffentliche Kritik hatte es bis dato nicht gegeben.

Im vergangenen Jahr sei beschlossen worden, grundsätzlich rassistische und sexistische Lieder nicht mehr auf Volksfesten in der Mainstadt zuzulassen. Dies gilt auch für das umstrittene "Donaulied" - dessen Text sich um eine Vergewaltigung dreht.

"Layla" steht derzeit auf Platz 1 der deutschen Singlecharts und gilt vor allem bei jungen Leuten als Stimmungshit auf Volksfesten.
(Angelika Resenhoeft, dpa)

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