Kommunales

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt wendet sich mit einem offenen Brief an die Bürger. (Foto: dpa)

20.08.2015

Zuwanderung hat laut Würzburgs OB enorme Vorteile

Ein Zelt für Flüchtlinge sorgt in der Residenzstadt derzeit für Unmut

Der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) hat für die Aufnahme von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft geworben. Die Zuwanderung werde Deutschland langfristig "hohen Nutzen" bringen, schrieb Schuchardt in einem offenen Brief, der heute auf der Internetseite der Stadt zu lesen war. Der Rathauschef reagierte damit auf den "wachsenden Unmut in der Bevölkerung", der sich "in den sozialen Netzwerken und an den Stammtischen" äußere. Derzeit erregt in Würzburg vor allem ein Zelt für 200 Flüchtlinge im Stadtteil Zellerau die Gemüter.


Im Moment sähen die Leute vor allem den Aufwand für die Unterbringung der Flüchtlinge und verstünden dies als einseitige Leistung. "Kurzfristig mag dies so erscheinen. Dennoch bin ich trotz dieser Bedenken fest davon überzeugt, dass wir alle langfristig enorme Vorteile aus dieser Entwicklung ziehen werden", schrieb Schuchardt.


Der OB betonte in dem vierseitigen Schreiben, Deutschland würde schon heute ohne die Zuwanderer der ersten Generation aus der Türkei oder Italien nicht mehr funktionieren. Diese hätten sich selbst finanziert und einen unverzichtbaren Beitrag zur Wertschöpfung und Finanzierung der sozialen Systeme geleistet. In Zeiten des demografischen Wandels, weiter niedriger Geburtenraten und in vielen Branchen fehlenden Nachwuchses "sind wir dringend auf Zuwanderung angewiesen, damit unser Arbeitsmarkt und unsere umlagefinanzierten Sozialsysteme auch in der Zukunft stabil bleiben".


Auswanderer seien vielfach hochmotivierte Menschen, die sich in einem fremden Land eine Existenz aufzubauen wollten. Er treffe viele Flüchtlinge, die "studierte Köpfe, IT-Fachleute, Ingenieure und andere qualifizierte Fachkräfte" seien. "Gerade von diesen Männern und Frauen werden wir langfristig profitieren."
(Cathérine Simon, dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (2)

  1. Rosi am 24.08.2015
    Ja stimmt, billige Arbeitskräfte!
  2. Unternehmer am 24.08.2015
    Super, ich brauch eh ein paar günstige AN!!!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 29 (2018)

Umfrage Bild
  • Ich habe die Hinweise zum Datenschutz und die AGB's zur Kenntnis genommen.
Abstimmen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
 
Unsere Umfragen sollen Trends aufzeigen und haben keinen repräsentativen Charakter. Eine unsachgemäße Beeinflussung bei Onlineumfragen ist nicht auszuschließen.

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Juli 2018 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Daniel Föst,
Vorsitzender der Bayern-FDP und baupolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion

(JA)

Volkmar Halbleib, Parlamentarischer Geschäftsführer und wohnungsbaupolitischer Sprecher der Landtags-SPD

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2017

Ausgabe vom
24. November 2017

Weitere Infos unter Tel. 089/290142-65 oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download (PDF, 18 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.