Kommunales

Umweltschützer halten das tschechische AKW für störanfällig und gefährlich. (Foto: dpa)

08.09.2016

Zwischenfall in Temelin

Anlaufen des zweiten Reaktorblocks musste abgebrochen werden

 Im umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Das Anlaufen des zweiten Reaktorblocks musste nach weniger als einem Tag abgebrochen werden, weil eine Störung am Turbinenlager festgestellt wurde, wie Akw-Sprecher Marek Svitak mitteilte.
Der betroffene Block war nach einer 95 Tage dauernden Inspektion gerade erst wieder ans Netz gegangen. "Im Moment muss die Turbine abkühlen, was bis Ende der Woche dauern wird - erst dann kann die Reparatur beginnen", sagte Svitak. Wie der Zwischenfall von der tschechischen Atomaufsicht eingestuft wird, steht noch nicht fest.

Nur 60 Kilometer von Bayern entfernt


Das fehlerhafte Teil der Lagerschmierung war gerade erst ausgewechselt worden. "Die Einstellung ist eine Angelegenheit von Bruchteilen von Millimetern", sagte der Akw-Sprecher. Derzeit liefert Temelin, das normalerweise ein Fünftel des tschechischen Stromverbrauchs deckt, keinen Strom. Am ersten Reaktorblock findet seit 26. August ein planmäßiger Brennelementewechsel statt.
Umweltschützer halten das Atomkraftwerk, das nur rund 60 Kilometer von Bayern entfernt liegt, für störanfällig und gefährlich. Seit der ersten Kettenreaktion im Dezember 2000 gab es in Deutschland und Österreich immer wieder Proteste gegen die Atomanlage. (dpa)

Kommentare (1)

  1. Lun am 09.09.2016
    Es ist wirklich traurig, dass ein Blatt mit dem seriös erscheinenden Titel "Bayerische Staatszeitung" in derart tendenzieller Weise den Jargon und die Argumentationsweise der Anti-AKW-Bewegung übernimmt.
    Ein Fehler an einem Turbinenlager kann doch in jedem Wärmekraftwerk auftreten, egal mit welcher Energiequelle der Dampf erzeugt wird. Wenn es sich nicht um ein AKW handeln würde, wäre dies wohl keinem eine Meldung wert.
    Mit dem Ende des Artikels wird nur Angst geschürt und Stimmung gemach, obwohl es nichts mit der Sache zu tun hat. Führen etwa Greenpeace oder die Grünen die Feder bei der "Bayerische Staatszeitung"?
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