Kultur

Normalerweise ist das Kinopolis der Hotspot während des Landshuter Kurzfilmfestivals. Diesmal bleibt das Publikum außen vor - kann aber alle Filme online sehen. (Screenshot: BST/dü)

29.04.2021

Die Vielfalt bleibt

Das Landshuter Kurzfilmfestival wird dieses Jahr online präsentiert

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am Mittwoch, 28.4., wurde das für das vergangene Jahr geplante 21. Landshuter Kurzfilmfestival nun für dieses Jahr als Netzveranstaltung umorganisiert. Das hat, wie das Leitungsteam Birgit Horn und Michael Orth bei einer Eröffnungs-Präsentation sagten, viel technischen und lizenzrechtlichen Aufwand bedeutet, ersten Eindrücken zufolge aber sehr gut geklappt. 230 Filme aus 47 Ländern werden nun bis zum 9. Mai gezeigt, zudem werden 13 Preise in neun Kategorien, darunter vier Publikumspreise vergeben. Das Programm reicht von einem Dachwettbewerb mit zehn Programmen und Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, einem internationaler Wettbewerb über „Schock-Blocks“, Heimat- und Dokumentarfilm bis zum Kurzfilm für Kinder.

Es werden also all jene Filme gezeigt, die im vergangenen Jahr nach einer wegen Corona notwendigen, aber bitteren Veranstaltungsvollbremsung nicht gezeigt werden konnten. Man sei, sagen die Veranstalter, „mit 120 Stundenkilometern an die Wand gefahren“. Es war alles fertig, die Technik für die Eröffnungsfeier installiert, das vielköpfige Personal für die einzelnen Veranstaltungen instruiert und eingeteilt – und dann verunmöglichte die Pandemie den Start.

„Ganz schee staad“ ist es dieses Jahr, heißt es aus der Technik, wo normaler Weise beim Beginn alles wurlt. Der Filmsaal 7 im örtlichen Kinopolis mit 400 Zuschauern bildet normaler Weise die spektakuläre Kulisse für die Eröffnung, die in diesem Jahr ausfällt. Was noch ausfällt: die Reaktion des Publikums, all die persönlichen Begegnungen und der direkte Kontakt zu den Filmemachern, der das Festival mit seinen über die Stadt verteilten Spielorten traditionell besonders auszeichnet. Viele Regisseure sind in der Vergangenheit sehr gern nach Landshut gekommen wegen der herzlichen, familiären Atmosphäre. Die erklärt sich auch aus dem natürlichen Wachstum der Veranstaltung, die im Jahr 2000 begonnen hat als ein Wochenendprogramm im örtlichen Jugendzentrum.

Jetzt ist also erst einmal vieles anders. Die – stilistische – Vielzahl der Filme aber bleibt. Zuschauer können auf der Webseite www.landshuter-kurzfilmfestival.de einen Festivalpass für alle Filme erwerben, aber auch für einzelne Festivalprogramme oder Filme. Dann sind jeweils 24 Stunden Zeit, Programm oder Film anzuschauen. Und am Publikumswettbewerb kann man sich dann automatisch beteiligen.

Nächstes Jahr geht’s wieder live weiter, sagen die Veranstalter. Denn eine Veranstaltung im rappelvollen Kinosaal lässt sich durch nichts ersetzen: „Wie irre schön das ist“, schwärmt Birgit Horn. (Christian Muggenthaler)

Information: https://www.landshuter-kurzfilmfestival.de

 

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