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kleinformatigen Werke wirken meist monumental, weil ihre Komposition stets etwas Zwingendes, Absolutes hat. Und noch wo er sich in wuselnden Details ergeht, zerfransen die Bilder nicht, wie bei Kandinsky so oft, ins Additive, sondern bleiben völlig geschlossen und konzentriert, weil eine formprägende Notwendigkeit sie zu durchwalten scheint.
Überdeutlich ist all das jetzt zu erkennen in der großen Ausstellung Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses, dem damit einmal mehr eine fulminante Blockbuster-Schau mit Ikonen der Klassischen Moderne gelang. Allein die Fülle hochkarätiger Leihgaben aus Museen in aller Welt wie aus Privatbesitz ist beeindruckend.
Zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren Klee und Kandinsky schon um 1900 herum, als sie an der Münchner Akademie bei Franz von Stuck studierten, aber nicht miteinander in Kontakt kamen. Das geschah erst 1911 im Vorfeld der Ausstellung des Blauen Reiter, wobei sich dann herausstellte, dass die zwei Maler schon längere Zeit sogar Nachbarn waren in der Schwabinger Ainmillerstraße, wo Klee seit 1906 auf Nummer 32 wohnte und Kandinsky seit 1908 auf Nummer 36. Noch enger war die Nachbarschaft nur in den 20er-Jahren: Als Lehrer am Bauhaus in Dessau bewohnten sie die beiden Doppelhaushälften eines der sogenannten Meisterhäuser und trafen sich jeden Nachmittag zur Teestunde, wovon auch ein Foto existiert, auf dem Klee mit einer Tasse Allotria treibt.



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