Kultur

Grafikwände auf dem Bauzaun des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände erlauben Einblicke in die kommende Interimsausstellung "Nürnberg – Ort der Reichsparteitage". (Foto: Museen der Stadt Nürnberg, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände/Martina Christmeier)

25.03.2021

Hingucker für Zaungäste

Der Bauzaun des Nürnbgerer Dokuzentrums Reichsparteitagsgelände wird zur Ausstellungsfläche

Grafikwände, die am Bauzaun des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände installiert sind, erlauben seit dieser Woche erste Einblicke in Gestaltung und Inhalte der kommenden Interimsausstellung „Nürnberg – Ort der Reichsparteitage. Inszenierung, Erlebnis und Gewalt“. Diese eigens konzipierte Präsentation in der Großen Ausstellungshalle erzählt die Geschichte der Reichsparteitage und des Geländes und überbrückt ab 7. Mai die Zeit der Umbauphase des Hauses, die bis Ende 2023 geplant ist.

Um dem Publikum die Zeit des Wartens auf den Besuch der Interimsausstellung zu verkürzen, hat das Team des Dokumentationszentrums aus der Not eine Tugend gemacht: Der über 200 Meter lange Bauzaun, der die Baustelle rund um die Kongresshalle absichert, wird zum Bild- und damit zum Informationsträger. Die Ausstellung erweitert sich so quasi in den Stadtraum hinein. An praktische Hinweise zu Bauvorhaben, Wegeführung, Öffnungszeit und Titel reihen sich nun Motiv um Motiv Porträtbilder, historische Fotografien und Objekte der bereits fertig in der Halle aufgebauten Ausstellung. Die Wahl besonderer Ausschnitte macht jede einzelne Tafel zum Hingucker und lädt Passantinnen und Passanten zum Miträtseln ein: Welcher Zeitabschnitt der Geländegeschichte wird durch einzelne Fotos repräsentiert? Wer kann das sein – welche Personen werden in der Ausstellung ausführlicher vorgestellt? Welche Verbindung haben sie zum Ort der Reichsparteitage? Und welche Objekte verbergen sich hinter den Bildausschnitten?

Erstellt wurde die Bauzaungrafik zusammen mit dem Gestalterbüro Lendler Ausstellungsarchitektur Berlin, das ebenfalls für die Realisierung der Interimsausstellung verantwortlich zeichnet. Ziel war es, Vorbeikommende bereits von Weitem darüber zu informieren, dass das Dokumentationszentrum trotz Baustelle geöffnet ist – und vor allem neugierig zu machen, was in Kürze im Haus selbst zu sehen sein wird. Zu Umbau, Erweiterung und Interimsausstellung gibt es eine eigene Microsite, auf der sich die aktuellen Entwicklungen laufend verfolgen lassen: https://museen.nuernberg.de/umbau-dokuzentrum (BSZ)

 

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