Kultur

Das Miniaturmodell eines Zeppelins in der Berliner Ausstellung "Marschordnungen. Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg". (Foto: dpa)

13.04.2016

Macht und Architektur

Ehemaliges Nürnberger Reichsparteitagsgelände steht im Mittelpunkt einer Berliner Ausstellung

Wie inszenierten sich die Nazis mithilfe von Architektur? Eine neue Ausstellung in Berlin wirft einen Blick auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Die Schau "Marschordnungen" (13. April bis 28. August) zeigt Modelle, Fotos und Grundrisse. Man sehe auf exemplarische Weise, wie die Inszenierung von Macht Gestaltung angenommen habe, sagte der Direktor des NS-Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, Andreas Nachama.

Zu sehen sind zum Beispiel ein Modell des Geländes mit den Planungen des Architekten Albert Speer, etwa mit dem Zeppelinfeld, und ein Treppenmodell für das ursprünglich geplante Deutsche Stadion.

Die Ausstellung setzt sich auch damit auseinander, wie Architektur Bewegung organisieren sollte. Im Raum liegt etwa eine große Steinplatte. Ihr Maß habe genau zwei preußischen Stechschritten entsprochen, erklärte die Kuratorin, die Designtheorie-Professorin Carolin Höfler. (dpa)

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