Landtag

Staatliche Beteiligungen des Freistaats verzeichnen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten teils Rekordumsätze. (Foto: dpa/Eibner-Pressefoto/Ardan Fuessman)

29.01.2026

Bayerns Messen und Spielbanken auf Rekordkurs

Wirtschaftliche Unsicherheit, geopolitische Krisen – und trotzdem Rekorde: Bayerns staatliche Beteiligungen melden teils historische Bestwerte. Flughäfen, Messen und Spielbanken trotzen der Lage

Trotz der großen wirtschaftlichen Unsicherheiten im Land sind Bayerns Flughäfen, Spielbanken, Messen und andere Beteiligungen des Freistaats auf Erfolgs- und teilweise sogar auf Rekordkurs. Das berichtete Finanzstaatssekretär Martin Schöffel (CSU) im Haushaltsausschuss des Landtags. Die Beteiligungen des Freistaats seien, wie alle Unternehmen, von der generellen wirtschaftlichen Unsicherheit und den geopolitischen Krisen mehr oder weniger betroffen – sie seien aber allesamt gut aufgestellt. Bei den Messen und Spielbanken habe man sogar absolute Rekordjahre verzeichnet.

„Die bayerischen Flughäfen sind weiterhin auf Wachstumskurs“, berichtete Schöffel. Die Airports erholten sich auch schneller von den Folgen der Corona-Krise als andere deutsche Flughäfen – es gebe allerdings immer noch Unsicherheiten. So bleibe das Verkehrswachstum in Deutschland hinter dem in anderen europäischen Ländern deutlich zurück.

Flughäfen weiter im Aufwind

Der Flughafen München verzeichnete laut Schöffel im Jahr 2025 rund 43,4 Millionen Passagiere bei rund 337.000 Flugbewegungen – nach rund 41,6 Millionen Passagieren im Jahr zuvor. Hauptwachstumstreiber sei wieder der Langstreckenverkehr gewesen.

Der Flughafen Nürnberg lag mit 4,5 Millionen Passagieren im Gesamtjahr 2025 über dem Vor-Corona-Niveau. Gleichwohl seien die finanziellen Rahmenbedingungen „durchaus schwierig“. Absehbar sei dort noch mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen. „Der operative Flughafenbetrieb wird laut Prognosen weiterhin profitabel sein. Das negative Jahresergebnis und die Kapitalbedarfe kommen größtenteils aus den Kosten für Sanierung und Instandhaltung“, erklärte Schöffel. Weitere Unterstützungsleistungen aus staatlichen und städtischen Haushalten seien nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen.

Rekorde bei Messen und Spielbanken

Die Nürnberger Messe habe 2024 mit einem Rekordumsatz von 368 Millionen Euro abgeschlossen. Für 2025 werde ein erneut „sehr guter“ Umsatz von rund 350 Millionen Euro erwartet.

Die Messe München rechne für 2025 mit dem erfolgreichsten Jahr ihrer Geschichte: einem Konzernumsatz von rund 600 Millionen Euro und einem Ergebnis von etwa 100 Millionen Euro. „Ein Mega-Messe-Jahr mit acht von zwölf Weltleitmessen am Standort München“, sagte Schöffel.

Auch die bayerischen Spielbanken verzeichneten Höchstwerte. 2025 erzielten sie mit rund 139 Millionen Euro den höchsten Bruttospielertrag seit ihrem Bestehen. Rund 723.000 Gäste bedeuten ein Plus von fast fünf Prozent. Insgesamt flossen laut Schöffel rund 500 Millionen Euro aus Lotteriesteuer, Gewinnabführungen und Spielbankabgaben in den Staatshaushalt. Das Geld werde unter anderem für Sport-, Kultur- und Denkmalpflege verwendet. „Wir wollen uns auf den guten Zahlen nicht ausruhen“, sagte Schöffel.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Der Anteil von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen staatlicher Beteiligungen stieg auf 26 Prozent, nach 21,7 Prozent im Vorjahr. In Aufsichtsräten erhöhte sich die Quote leicht auf 33,6 Prozent.

Grundlage der Zahlen ist der „Beteiligungsbericht 2025“, der zum Stichtag 31. Dezember 2024 insgesamt 55 Unternehmen in privater Rechtsform, neun Staatsbetriebe und drei Anstalten des öffentlichen Rechts umfasst.“ (dpa)

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