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Das Gelände des Abwasserzweckverband Frohnbach. Der Zweckverband wandelt mit einer Maschine Klärschlamm durch Trocknung zu schwarzer Kohle. (Foto: dpa/Sebastian Kahnert)

30.04.2021

Klärschlamm wird immer häufiger verbrannt 

Vier Fünftel des Klärschlamms werden verfeuert

Klärschlamm ist das, was nach der Behandlung von Abwasser in Kläranlagen übrig bleibt. Er besteht aus Wasser und organischen beziehungsweise mineralischen Stoffen, die in gelöster und fester Form vorliegen können. Josef Zellmeier (CSU) fragte jetzt bei der Staatsregierung nach, wie viel Klärschlamm jedes Jahr in Bayern anfällt und wie dieser entsorgt wird.

Das Umweltministerium antwortet, pro Jahr würden im Freistaat 266 107 Tonnen Klärschlamm anfallen – rund ein Drittel davon allein in Oberbayern. 2019 seien 9,2 Prozent der Klärschlämme landwirtschaftlich verwertet worden – davon rund 95 Prozent innerhalb Bayerns. Weitere 11,2 Prozent wurden im Bereich des Landschaftsbaus genutzt, ebenfalls fast komplett in Bayern. 79,6 Prozent wurden thermisch behandelt beziehungsweise energetisch verwertet, also verbrannt, zwei Drittel davon in Bayern. 

 „Insbesondere die Bedeutung der thermischen Behandlung/energetischen Verwertung hat in den letzten Jahren stark zugenommen“, schreibt das Haus von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). 2009 habe der Anteil noch bei 50 Prozent gelegen. Grund: Die landwirtschaftliche Verwertung ist durch Vorgaben des Düngerechts nur noch stark eingeschränkt möglich. Aktuell sind daher in Bayern vier Klärschlammverbrennungsanlagen in Betrieb, sechs weitere sollen folgen. (David Lohmann)

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