Landtag

Zweitjob in der Bar: Mehr als die Hälfte der Nebenjobber ist weiblich. (Foto: dpa)

08.03.2018

Wollen oder müssen sie?

Anfrage der SPD zeigt: Immer mehr Menschen in Bayern haben Nebenjobs

Immer mehr Menschen in Bayern haben neben ihrem Haupt- noch einen oder mehrere Nebenjobs. Zum Jahreswechsel gab es im Freistaat fast 570 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (350 000 davon mit Vollzeitjob), die noch mindestens einer zusätzlichen geringfügigen Beschäftigung nachgingen. Im Jahr 2003 waren es rund 190 000 Menschen. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der Landtags-SPD hervor.

SPD-Sozialpolitikerin Weikert:
Wer einen anständig bezahlten Vollzeitjob hat, braucht keinen Nebenjob

Insgesamt hatten demnach im vergangenen Jahr 660 000 Menschen in Bayern einen Nebenjob. 380 000 davon, also deutlich mehr als die Hälfte davon, waren Frauen. Und insgesamt 50 000 Menschen im Freistaat hatten sogar mehrere Minijobs gleichzeitig, ohne in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zu stehen.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Angelika Weikert, forderte die Staatsregierung auf, sich für ein weiteres Stärken der Tarifbindung und das Eindämmen atypischer Beschäftigungsverhältnisse einzusetzen. "Das Ziel muss sein, die Menschen in nachhaltige, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen und dort anständig zu entlohnen", sagte sie. "Denn wer einen anständig bezahlten Vollzeitjob hat, braucht keinen Nebenjob."
(dpa)

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Kommentare (1)

  1. Fitje am 10.03.2018
    Schon seit langer Zeit bei uns angehörigen des Prekariats nötig.

    'Ich habe schon Menschen getroffen, die gleichzeitig drei(!!!) Jobs haben. Schwarzarbeit dabei nicht mitgerechnet. Immer mehr Arbeitnehmer verlieren ihren gut bezahlten Vollzeitjob und müssen sich mit einem schlecht bezahlten Teilzeitjob begnügen. Irgendwo müssen ja die Brötchen herkommen oder?

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