Leben in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (rechts) präsentiert vor der Auswilderung von zwei jungen Bartgeiern an der Nationalpark-Informationsstelle den Namen „Wiggerl“ für das eine Bartgeiermännchen (links). Mehr als 140 Jahre nach Ausrottung der Bartgeier in Deutschland werden zum vierten Mal zwei Jungtiere aus der Nachzucht im Rahmen eines Projekts des bayerische Naturschutzverbands LBV im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

29.05.2024

Bartgeier Wiggerl und Vinzenz ausgewildert

Für Ministerpräsident Markus Söder ist das ein besonderer Moment

Im Nationalpark Berchtesgaden sind zum vierten Mal seit 2021 zwei junge Bartgeier ausgewildert worden. Mit Wiggerl und Vinzenz zogen am Mittwoch erstmals zwei junge Männchen in die Felsnische im Klausbachtal ein. Mitarbeiter des bayerischen Naturschutzverbandes LBV und des Nationalparks schleppten die beiden rund sechs Kilogramm schweren Tiere in Kraxen über gut 500 Höhenmeter zu dem bereits in den Vorjahren bewährten, schwer zugänglichen Quartier in der Felswand. Von dort aus werden sie voraussichtlich in etwa vier Wochen ihre ersten Flugversuche machen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) reiste eigens an, um die Namen der beiden zu verkünden: Vinzenz ist benannt nach dem Ortsheiligen von Ramsau. Wiggerl wiederum ist die Koseform für Ludwig, der Name des bayerischen Märchenkönigs. Wiggerl stammt allerdings keineswegs aus Bayern, sondern aus einem Zuchtprogramm in Finnland. Vinzenz kommt aus Österreich.

"#Bartgeier sind faszinierende Tiere", schrieb Söder auf der Plattform X. "Die Taufe von "Wiggerl" und "Vinzenz" war ein ganz besonderer Moment der Freude und Demut." Die Auswilderung sei ein einzigartiges Naturschutzprojekt. "Die Bewahrung der Schöpfung und der #Artenschutz sind unsere Verpflichtung."

Die ersten ausgewilderten Geier - Bavaria und Wally - kamen 2021 aus Spanien, ebenso ihre Nachfolgerinnen Dagmar und Recka: Dagmar ist die Cousine von Bavaria und Recka die Schwester von Wally, die als einziges Tier nicht überlebte. Sie wurde von einem Stein erschlagen. Sisi und Nepomuk - das erste Männchen, das ausgewildert wurde - kamen 2023 aus Österreich dazu.

Mit dem Projekt soll die zentraleuropäische Population der Greifvögel gestärkt werden. Auch andernorts in den Alpen gibt es Auswilderungsprojekte. Die Geier mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zählen zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Sie waren in Deutschland vor weit über 100 Jahren ausgerottet worden. Früher hielt man die Tiere für gefährlich. Tatsächlich aber ernähren sie sich von Aas.
(Sabine Dobel, dpa)

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