Leben in Bayern

Der Künstler Martin Knöferl in der zu einer Kapelle umgebauten Hochseecontainer. (Fotoa: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

10.07.2018

Beten im Hochseecontainer

Aus einem Frachtcontainer wurde eine Kapelle

Ein Hochseecontainer ist im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zu einer Kapelle umgebaut worden. Der Metallbauunternehmer Xaver Ostermaier aus Aresing hat zusammen mit dem auf religiöse Kunst spezialisierten Künstler Martin Knöferl den früheren Frachtcontainer umgebaut. Die Containerkapelle lädt Gläubige nun künftig in einem Gewerbegebiet zum Verweilen ein.

Die modern ausgestattete Kapelle ist in dieser ungewöhnlichen Umgebung laut Knöferl als Ort der Geborgenheit und der Ruhe gedacht. "Der Container, der so geschlossen wirkt, verdeutlicht mit den hinteren Türen, die sich ganz öffnen lassen, die Weite und Offenheit Gottes", erklärte er. Für die Ausgestaltung hat der Künstler auf rotes und blaues Glas gesetzt.

Rot stehe für die Farbe der Liebe, der Leidenschaft und des Heiligen Geistes. Mit den blauen Fenstern schafft der Künstler die Verbindung zu der ehemaligen Verwendung des Containers. Die Farbe erinnere an Wasser und den Himmel, zudem strahle Blau Ruhe, Kraft und Vertrauen aus. Ein zentrales Rundfenster wurde zudem mit einer Taube gestaltet. Als Friedenstaube erinnere sie daran, "wie wichtig ein Geist des Friedens und der Versöhnung gerade in unseren Tagen ist". (dpa)

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