Leben in Bayern

Der Zeitungsverleger Dirk Ippen hat die Bedeutung von Regionalmedien für die Gesellschaft hervorgehoben. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

09.01.2024

Demokratie fängt auf lokaler Ebene an

Verleger Ippen betont Rolle von Lokalmedien

Der Zeitungsverleger Dirk Ippen hat die Bedeutung von Regionalmedien für die Gesellschaft hervorgehoben. Lokalzeitungen spielten eine ganz wichtige Rolle für die Demokratie, sagte Ippen bei einer Podiumsdiskussion der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Montagabend in München. "Demokratie fängt auf lokaler Ebene an."

Leser sollten so informiert werden, dass sie sich eine eigene Meinung bilden und sich entscheiden könnten, sagte Ippen. Seine Verlagsgruppe mit vielen Titeln und Digitalangeboten gehört zu den größten Zeitungs- und Medienhäusern in Deutschland (u.a. "Münchner Merkur" und "Frankfurter Rundschau".)

Kritisch äußerte sich Ippen zur Höhe des Rundfunkbeitrags für öffentlich-rechtliche Sender. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk stehe zwar für Verlässlichkeit, betonte der Verleger. "Das ist aber ein hoher Preis, den wir dafür zahlen." Im Gegensatz zu dem von allen zu leistenden Rundfunkbeitrag müssten sich Zeitungen privat finanzieren.

Die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, verteidigte die öffentlich-rechtlichen Medien als "Grundversorgung". Es sei zugleich eine "absolut legitime Frage", immer wieder zu diskutieren: "Warum braucht es uns und was will die Gesellschaft dafür haben"?" Ihr gehe es nicht um TV-Quoten und Klickzahlen, sagte die Senderchefin. Ihre Währung als Intendantin sei, dass das Angebot dem Publikum und den Nutzern den Beitrag wert sei.

Aktuell liegt der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio bei 18,36 Euro pro Monat. Zuletzt war bekanntgeworden, dass er ab 2025 nach vorläufigen Berechnungen von unabhängigen Finanzexperten auf 18,94 Euro steigen soll. Noch steht die endgültige Empfehlung und die Entscheidung der Bundesländer aus. Bayern und einige andere Länder haben sich schon vorab gegen eine Erhöhung ausgesprochen.
(Roland Freund, dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll das Ehegattensplitting abgeschafft werden?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Bundesforschungsministerin Dorothea Bär will mit ihrer Hightech-Agenda Deutschland technologisch auf ein neues Level bringen. Im Gespräch mit dem vbw Unternehmermagazin spricht sie über die Herausforderungen.

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.