Leben in Bayern

Nach einem Erpressungsversuch mit vergifteter Babynahrung rückt die Sicherheit von Lebensmitteln stärker in den Fokus. (Foto: dpa/Tobias Steinmaurer)

23.04.2026

Erpressung mit Gift: Wie sich Lebensmittelhersteller wappnen

Rattengift in Babynahrung: Ein Erpressungsversuch gegen Hipp aus Bayern sorgt gerade für Aufsehen. Wie reagieren Lebensmittelunternehmen, wenn Erpresser zuschlagen?

Die Lebensmittelbranche sieht sich durch Erpressungsversuche besonders gefährdet. Produkte seien durch den flächendeckenden Vertrieb leicht zugänglich und manipulierbar, sagte Peter Feller von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Zudem hätten solche Vorfälle oft eine große öffentliche Wirkung.

Aktueller Anlass ist ein Erpressungsversuch gegen den Babykosthersteller HiPP. In mehreren europäischen Ländern wurden manipulierte Gläser mit Rattengift entdeckt. Ein weiteres Glas wird noch gesucht. Nach Angaben des Unternehmens ist das deutsche Sortiment nicht betroffen.

Unternehmen setzen auf Krisenpläne

Die Erpresser-Nachricht wurde laut Unternehmen an ein Sammelpostfach geschickt, das nur in größeren Abständen geprüft wird. In betroffenen Ländern reagierten Handelspartner mit Rückrufen und nahmen Produkte vorsorglich aus dem Verkauf.

Für Unternehmen ist die Vorbereitung auf solche Fälle entscheidend. Dazu zählen laut BVE die Einrichtung von Krisenstäben und klare Notfallpläne, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Gerade kleinere Betriebe stoßen dabei jedoch oft an ihre Grenzen.

Handel äußert sich zurückhaltend

Supermärkte und Discounter geben sich bei Sicherheitsfragen zurückhaltend. Die REWE Group betonte auf Anfrage, dass der Schutz von Kunden und Mitarbeitenden oberste Priorität habe, äußerte sich aber nicht zu konkreten Maßnahmen. Auch Lidl verwies auf interne Prozesse, ohne Details zu nennen.

Weitere Branchenvertreter äußerten sich aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich. (dpa)

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