Leben in Bayern

Blick in die für Wartungsarbeiten trockengelegte Schleusenkammer der Schleuse Hilpoltstein am Main-Donau-Kanal. Etwa 20 Fachleute vom Wasser und Schifffahrtsamt (WSA) untersuchen noch bis Ende der Woche die Betonflächen, Schleusentore und anderen Stahlteile auf Schäden. (Foto:dpa/Karmann)

28.03.2023

Erst putzen, dann prüfen: Inspektion an einer der höchsten Schleusen

Alle paar Jahre muss die Schleuse Hilpoltstein zum Bestandstest. Fachleute kontrollieren dann jeden Riss und lassen Schäden ausbessern – ein aufwendiges Unterfangen

Die Schleuse Hilpoltstein am Main-Donau-Kanal in Mittelfranken liegt zurzeit auf dem Trockenen. Etwa 20 Fachleute vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) untersuchen noch bis Ende der Woche die Betonflächen, Schleusentore und anderen Stahlteile auf Schäden.

Eine logistische Herausforderung, sagt die zuständige WSA-Außenbezirksleiterin Sandra Wünsche. "Es ist wie eine Großbaustelle." Immerhin handelt es sich ihr zufolge bei der Schleuse mit einer Hubhöhe von fast 25 Metern um eine der drei höchsten in Deutschland.

Die beiden nördlich gelegenen Schleusen Eckersmühlen und Leerstetten kommen ebenfalls auf eine solche Hubhöhe. Auf der rund 170 Kilometer langen Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal in Bayern überwinden Schiffe nach Angaben der Wasser- und Straßenverwaltung des Bundes mit Hilfe von 16 Schleusen die 406 Meter über Normal Null gelegene europäische Hauptwasserscheide. In regelmäßigen Abständen werden nach WSA-Angaben dessen Bauwerke überprüft.

Die in den 1980er Jahren gebaute Schleuse in Hilpoltstein ist in diesem Jahr wieder dran. Dafür mussten die Fachleute das Wasser aus der Schleuse lassen und das Sediment entfernen. 1100 Tonnen habe zuerst ein Baggerschiff rausgeholt, erzählt Wünsche. Den Rest übernahmen dann Radlader, Saugfahrzeuge und Pumpen.

Danach war Großputz angesagt: WSA-Mitarbeitende mussten die rund 70 000 Quadratmeter Beton- und Stahlfläche von Muscheln befreien und mit Hochdruckreinigern ordentlich säubern lassen.

Die Fachleute schauen sich diese nun ganz genau an. Mit Hubsteiger, Arbeitsbühnen und einer Plattform, die ein Autokran hoch und runter fährt, arbeiten sie sich langsam die langen Wände entlang. "Wir markieren sämtliche Risse", erläutert Wünsche. Diese gelten aber erst ab einer bestimmten Größe als Schäden, die sofort ausgebessert werden.

Gut die Hälfte haben Wünsche und ihr Team bisher geschafft. Wenn es so weitergehe wie bisher, könnte die Arbeit bis Ende der Woche fertig sein, meint sie. Am Dienstag kommender Woche könnte die Schleuse dann vollständig geflutet und wieder in Betrieb sein. (Irena Güttel, dpa)

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