Leben in Bayern

Seit einem Jahr hat Passau ein Dackel-Museum. (Fotos: Armin Weigel/dpa)

01.04.2019

Passau - Dackelhauptstadt

Dreiflüssestadt, Domstadt, Dackelstadt - Touristen aus aller Welt pilgern nach Passau, um das wohl berühmteste Kuriosum der Stadt zu besichtigen

Waldi-Wahnsinn in Passau. Mit ihrer Idee, dem Dackel ein Museum zu widmen, haben Josef Küblbeck und Oliver Storz ganz offensichtlich einen Nerv getroffen. Mehrere Tausend Besucher seien im ersten Jahr ins Dackelmuseum gekommen, berichten die Initiatoren. Von überall her: aus Japan und China, Russland und der Mongolei, aus Neuseeland, Südamerika und den USA. Von der Resonanz sind die beiden Dackelfreunde regelrecht überrollt worden. "Es ist einfach unglaublich, und es reißt nicht ab", sagt Josef Küblbeck. Auch 1000 Dackel haben das Museum schon besucht.

Zum Jahrestag (2. April) eröffnen Storz und Küblbeck eine vierwöchige Sonderausstellung im Passauer Künstlerhaus "Kulturmodell" zum Thema "Der Dackel in der Jagd". Dort zeigen sie rund 700 Exponate, die sonst im Dackelmuseum nicht zu sehen sind: Porzellandackel, geschnitzte Dackel, Dackelanstecker, Dackelbücher, Dackelpostkarten, einen Dackelkrug und viele weitere ausgefallene Modelle des typisch deutschen Dachshundes. "Sein Stursinn, seine Ausdauer, sein Instinkt, seine Treue und Hartnäckigkeit, seine Selbstüberschätzung und sein Heldenmut machen ihn zum unerlässlichen Gefährten bei der Jagd", sagen die Museumsmacher.

Auf dem Residenzplatz steigt ein großes Dackelfest

Am kommenden Sonntag (7. April) gibt es auf dem Passauer Residenzplatz ein Dackelfest mit einem Konzert der Stadtkapelle. Passenderweise treffen sich tags zuvor Bayerns Jäger zum Landesjägertag in der Dackelstadt.

Küblbeck und Storz sind selbst Herrchen zweier Dackel, Moni und Seppi, von denen es im Museum selbstverständlich Autogrammkarten gibt. Mit Humor und Augenzwinkern haben sie ihr Dackelmuseum gestaltet. Seit mehr als 20 Jahren sammeln sie Dackel in allen Varianten. In Antiquariaten, Souvenirshops und auf Flohmärkten haben sie ihre Exponate zusammengetragen. Inzwischen kamen zahlreiche Schenkungen anderer Sammler hinzu.

Zeitungen in aller Welt hätten über das Dackelmuseum berichtet, erzählen sie. Besucher brächten immer wieder Artikel mit. Täglich kämen Anfragen - von "Mein Dackel hat Schnupfen, haben Sie einen Tipp für uns?" bis "Welchen Züchter können Sie empfehlen?". Eine Kundin aus Russland sei mit einem leeren Koffer ins Museum gekommen, um Souvenirs zu kaufen. Andere fragten, wie sie auf ihrem Abstecher nach Deutschland am einfachsten vom Dackelmuseum nach Schloss Neuschwanstein kämen oder wo der nächstgelegene Flughafen sei. Küblbeck und Storz schmunzeln. Sie können selbst nicht glauben, was sie mit ihrem Dackelmuseum losgetreten haben.
(dpa)

Foto: Die Museumsgründer Seppi Küblbeck (l) mit Dackel Seppi und Oliver Storz mit Dackel Moni

Kommentare (1)

  1. Seppi am 22.04.2019
    Liebe Bayerische Staatszeitung,

    finde diese Artikel super! Passau verdient es, in dieser Weltpresse zu erscheinen, vor allem nachdem russischen Oligarchen und komische Amerikaner Kunden bei deutschen Dackelmuseumsgründer sind, ist das ein großer Schritt in Richtung Völkerverständigung. Wer hätte gedacht, dass die Gemeinsamkeit aller Völker der Welt das Interesse am Dackel ist?? In dieser Welt ist dann auch hoffentlich Platz für geübte Jäger und Dackelzüchter wie Phillip Amthor und Alexander Gauland!.

    Liebe Grüße an Seppi Küblbeck (l) mit Dackel Seppi
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