Leben in Bayern

"Die Gäste sind sehr diszipliniert", sagte die Sprecherin der Skigebiete Hochkar und Ötscher in Niederösterreich, Karin Munk. (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

26.12.2020

Skilifte in Österreich trotz Lockdown wieder in Betrieb

Deutsche Gäste werden nicht erwartet, weil Einreisende bis zu zehn Tage in Quarantäne müssen

Trotz des neuen Lockdowns in Österreich fahren im Nachbarland weiter viele Skilifte. "Die Gäste sind sehr diszipliniert", sagte die Sprecherin der Skigebiete Hochkar und Ötscher in Niederösterreich, Karin Munk. "Im Moment läuft alles nach Plan." Strahlendes Wetter sorgte laut APA am zweiten Weihnachtsfeiertag vielerorts für guten Besuch in den Skigebieten - zumindest jenen, die offen hatten. Die Covid-19-Regeln mit Masken und Abständen seien weitgehend befolgt worden. Deutsche Gäste werden nicht erwartet - Einreisende müssen bis zu zehn Tage in Quarantäne.

Die Seilbahnen mussten ihre maximale Gästeanzahl um mehr als die Hälfte reduzieren, Tickets müssen vorab online gekauft werden. Nur wer ein gültiges Ticket hat, bekommt Zutritt zu den Skigebieten und Parkplätzen. Skifahrer über 14 Jahre müssen FFP2-Masken tragen, wenn sie sich in Gondeln aufhalten oder anstehen.

Wegen des schlechten Wetters sei an Weihnachten die erlaubte Höchstzahl an Besuchern in den Skigebieten Hochkar und Ötscher deutlich unterschritten worden, sagte Munk. Am Hochkar seien es etwa 500 Menschen anstatt maximal möglicher 1500 gewesen. Um mehr Gästen das Skifahren zu ermöglichen, würden nur Halbtageskarten verkauft.

Am Semmering (Bezirk Neunkirchen) in Niederösterreich hatte der Andrang hingegen für Besorgnis gesorgt. Dort wurden laut APA am Samstag 250 Sperrgitter aufgestellt. So solle erreicht werden, dass nur eine begrenze Zahl an Menschen in das Gebiet kommt. Trotz Durchsagen und entsprechender Schilder seien die Abstandsregeln nicht immer eingehalten worden. Zudem sei wild geparkt worden.

An Weihnachten waren viele Skigebiete in Österreich gestartet, allerdings ohne Saalbach-Hinterglemm und Ischgl. In Ischgl, zu Beginn der Pandemie Corona-Hotspot, bleibt das Skigebiet wegen des grenzüberschreitende Charakters zu. Wer in die Schweiz hinüberfahre, müsse den Regeln zufolge nach der Rückkehr auf die Piste in Österreich in Quarantäne, hieß es.

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