Politik

In Passau halten CSU-Mitglieder ein Plakat für Markus Söder hoch. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

26.02.2020

Die besten Sprüche vom Aschermittwoch

101 Jahre nach der Premiere bietet der politische Aschermittwoch in Bayern Spitzenpolitikern wieder eine Plattform für Stimmung, Provokation und Neckereien

Mit scharfen Attacken auf den Gegner hat der politische Aschermittwoch in Bayern begonnen. CSU-Chef Markus Söder griff in Passau insbesondere die Grünen und deren Vorsitzenden Robert Habeck scharf an. Ihr Programm mit Verboten und Belehrungen atme den Mief der 80er Jahre, sagte Söder. Die Grünen wollten "nix Neues, viel Altes, immer das gleiche".

Bayerns Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer wiederum rief in Landshut zum Kampf gegen die AfD und Rechtsextremisten auf: "Wir haben ein tiefgreifendes Problem mit rechtem Terror in Deutschland." In den Parlamenten dürfe keine Partei wie die AfD sitzen, "die Hass sät", sagte Lettenbauer.

"Nazis bleiben Nazis"

Neben Habeck und Söder schickte auch die SPD mit Saskia Esken die Parteispitze ins Fernduell. Sie sagte in Vilshofen nach dem Wahleklat in Thüringen, wo ein FDP-Ministerpräsident mit Stimmen der AfD und der CDU gewählt worden war: "Nur weil die AfD in einer demokratischen Wahl in die Parlamente gewählt wurde, sind es noch lange keine Demokraten. Nazis bleiben Nazis."

Der politische Aschermittwoch feiert heuer seinen 101. Jahrestag: 1919 hatte der bayerische Bauernbund anlässlich des Viehmarkts im niederbayerischen Vilshofen erstmals zu einer Kundgebung geladen. Nach dem Zweiten Weltkrieg belebte die Bayernpartei den politischen Aschermittwoch wieder, bevor die CSU und alle anderen Parteien folgten. Seit einigen Jahren lockt das Brauchtumsevent auch außerhalb Bayerns immer mehr Menschen und Politiker in Hallen und Zelte.

Begleitet wurden die Veranstaltungen dieses Mal von Protesten verärgerter Landwirte, die mit Traktoren unter anderem bei CSU, Grünen und Freien Wählern vorfuhren. Sie betonten ihre Bedeutung für die Nahrungsversorgung mit Sprüchen wie: "Wer den Landwirt lässt verrecken, muss sich bald zum Brotkorb strecken." Den Grünen warfen sie eine ideologische Politik vor, die Ängste schüre.
(dpa)

Kommentare (1)

  1. voa zua am 28.02.2020
    Bei aller berechtigter Kritik der auch in meinen Augen immer weiter nach Rechts abtriftenden AfD sei auch angemerkt: Auch die Linksradikalen, zu denen auch immer noch ein nicht unwesentlicher Teil der Grünen und insbesondere die LINKEN gezählt werden müssen, hassen Andersdenkende. Hass säende Mitglieder haben auch linke Organisationen genügend. Als Beispiel nenne ich die autonome und radikale Tierschutzbewegung, die das Tier teilweise sogar über den Menschen stellt.

    Mein Aufruf an alle Protestwähler: Zurück zur Mitte! Die Zeit der "Denkzettel" ist vorbei - sonst wirds gefährlich. Thüringen sollte uns als abschreckendes Beispiel reichen.
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