Politik

2025 sind deutlich weniger Menschen nach Deutschland zugezogen als im Jahr davor. Ein Grund ist die geringer Zahl an Asylsuchenden. (Foto: dpa/Joko)

01.06.2026

Auch wegen Rückgang bei Asylanträgen: Weniger Menschen nach Deutschland gezogen

2025 sind deutlich weniger Menschen nach Deutschland gezogen als im Vorjahr. Besonders aus Syrien und Afghanistan hat sich zu Zu- und Abwanderung deutlich verändert

Im vergangenen Jahr sind weniger Menschen nach Deutschland gekommen als zuvor. 2025 seien insgesamt etwa 1,48 Millionen Menschen zugezogen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das waren demnach 13 Prozent weniger als 2024. Die Zahl der Fortzüge sei um etwa 2 Prozent auf 1,25 Millionen Menschen gesunken.

Die sogenannte Nettozuwanderung - also das Ergebnis aus Auswanderung und Einwanderung - lag laut Statistikerinnen und Statistikern bei 235.000 Menschen. Das sei ein Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weniger Asylsuchende ein Grund für Rückgang

Eine Ursache für den Rückgang der Einwanderungen sei, dass weniger Menschen aus den Hauptherkunftsländern der Asylsuchenden gekommen seien, schrieb das Bundesamt. Die Nettozuwanderung aus Syrien sei um 67 Prozent zurückgegangen, die aus Afghanistan um 41 Prozent. 

Auch aus der Ukraine wurde laut Mitteilung ein Rückgang von 21 Prozent registriert. Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistikern kamen auch weniger Menschen aus Staaten der Europäischen Union nach Deutschland.

Deutsche wanderten 2025 demnach vor allem in die Schweiz, nach Österreich und nach Spanien aus. Innerhalb Deutschlands habe es im vergangenen Jahr insgesamt etwa 996.000 Wanderungen über die Bundesländergrenzen gegeben. Nach Verrechnung der Hin- und Fortzüge hatte Berlin mit minus 12.000 Menschen die größten Verluste, Brandenburg die meisten Gewinne mit 9000 Menschen. (dpa)
 

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