Politik

Bettlerin in München (Symbolbild). Foto: dpa

15.02.2026

EU in der Pflicht: Armutsmigration jetzt stoppen!

Die EU-Osterweiterung ist eine große Erfolgsgeschichte. Nicht nur in der Pflege oder dem Handwerk würde ohne die fleißigen Hände der aus Ungarn, Polen oder Rumänien gekommenen Menschen vieles zusammenbrechen. Doch zur Wahrheit gehört auch: Aus mehreren Ländern gab es eine erhebliche Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. In Gelsenkirchen etwa ging zuletzt nur jeder achte der dort über 12 000 gemeldeten Rumänen und Bulgaren einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Doch es kann nicht sein, dass manche Länder mit günstigen Lohnnebenkosten werben, ihre Armen aber zu uns schicken. Die EU muss handeln

Die Angst vor der EU-Osterweiterung war groß – viele fürchteten, Sozialmissbrauch und Lohndumping würden in der Folge explodieren. Zwei Jahrzehnte später ist klar: Der Mindestlohn und ein gründlicher Zoll sorgten dafür, dass Osteuropäer hier zumeist anständig entlohnt werden. Nicht nur in der Pflege oder dem Handwerk würde ohne deren fleißige Hände vieles zusammenbrechen. Hunderttausende zahlen hier Steuern. Bei den Ungarn etwa ist die Quote derer, die Bürgergeld beziehen, mit knapp 4 Prozent sogar geringer als unter Deutschen.

Doch zur Wahrheit gehört auch: Aus mehreren Ländern gab es eine erhebliche Zuwanderung in unsere Sozialsysteme – bundesweit bezieht mehr als jeder zehnte Slowake und sogar mehr als jeder vierte Bulgare Sozialleistungen. In Gelsenkirchen ging nur jeder achte der dort über 12 000 gemeldeten Rumänen und Bulgaren einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. In Hagen fallen allein für Jobcenter-Kunden aus diesen beiden Ländern 10 Millionen Euro an.

Deutschland zahlt bereits via Brüssel Milliarden

Auch in anderen Städten fließen Unsummen. Behörden berichten von massiven Betrügereien – etwa fingierten Angestelltenverhältnissen. Doch oft werden die Sozialetats der Kommunen ganz legal geplündert. Manche arbeiten ein paar Stunden im Monat, um Anspruch auf Bürgergeld und Wohnkosten zu haben – bei großen Familien können so rasch einige Tausend Euro im Monat zusammenkommen. Andere melden ein Gewerbe an, um Kindergeld zu beziehen. Schuld ist auch das EU-Recht, das die Städte oft zum Zahlen verdonnert. Teils sind die Betroffenen Roma, die der Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat entfliehen. Doch es ist nicht Aufgabe Deutschlands, die Armen der EU aufzunehmen – Berlin überweist bereits via Brüssel Milliarden in arme Mitgliedstaaten.

Zudem fehlt das Geld für Bedürftige, die hier schon lange hier leben. Und: Viele Armutsmigranten leben in Bruchbuden. Die großen Profite streichen oft skrupellose Vermieter oder Hintermänner in Südosteuropa ein.

Die CDU fordert, Ausländer sollten erst dann Bürgergeld bekommen, wenn sie in den letzten 36 Monaten bereits in einem EU-Staat sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Eine gute Idee. Es kann nicht sein, dass manche Länder mit günstigen Lohnnebenkosten werben, ihre Armen aber zu uns schicken.
 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll die Tabaksteuer erhöht werden?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Bundesforschungsministerin Dorothea Bär will mit ihrer Hightech-Agenda Deutschland technologisch auf ein neues Level bringen. Im Gespräch mit dem vbw Unternehmermagazin spricht sie über die Herausforderungen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.