Politik

Die "SZ" hat wie viele andere Zeitungen zu kämpfen- Foto: dpa

02.06.2025

Anhaltende Medienkrise: Süddeutsche reduziert Regionalausgaben

Mitten im Umbau des Mutterkonzerns vollzieht die "SZ" Einschnitte im Regionalen: Die gedruckte Zeitung verliert eigenständige Regionalteile. Das soll Kosten sparen und beim Ausbau andernorts helfen

Die "Süddeutsche Zeitung" hat ihre eigenständigen sieben Regionalteile der Zeitungsausgaben im Münchner Umland aufgegeben. Der Verlag richtet sich damit - wie im vergangenen Jahr angekündigt - stärker aufs Digitale aus und spart bei Zeitungsdruck und Büros in den Regionen. Das teilte der Verlag in München mit.

Der Schritt kommt mitten in einem kompletten Umbruch des "SZ"-Mutterkonzerns: Erst vergangene Woche hatte die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) angekündigt, sich aufzuspalten. Die SWMH will ihren Mehrheitsanteil an Regionalzeitungen in Baden-Württemberg verkaufen - dazu gehören unter anderem "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten".

Käuferin soll die Neue Pressegesellschaft rund um die "Südwest Presse" (SWP) in Ulm sein. Wettbewerbshüter müssen noch zustimmen. Die Fachpublikationen der SWMH sollen an die Medien Union Ludwigshafen gehen. Die SWMH beabsichtigt, sich vor allem auf die Geschäfte rund um das Flaggschiff "SZ" zu konzentrieren. 

Bei der "SZ" werden mit dem Umbau der Regionalberichterstattung die Themen aus den Landkreisen rund um München den Angaben zufolge künftig in vier unterschiedlichen Printausgaben gebündelt. Nachrichten aus München, der Region und Bayern werden demnach auf nun mindestens zehn statt bisher zwölf Zeitungsseiten pro Ausgabe veröffentlicht und in zwei statt bisher drei Zeitungslagen. Im Digitalen lassen sich die Landkreise weiter einzeln anwählen.

Büros in den Landkreisen werden verkleinert oder aufgegeben: "Uns ist es wichtiger, in einen zukunftsfesten Regionaljournalismus und neue Formate zu investieren als in Büroflächen, die deutlich weniger genutzt werden als früher", sagte "SZ"-Geschäftsführer Johannes Hauner der Mitteilung zufolge. Freie Mitarbeiter würden weniger eingesetzt, um Geld zu sparen.

Betriebsbedingte Kündigungen habe es bei dem Umbau nicht gegeben. "SZ"-Chefredaktionsmitglied Ulrich Schäfer sagte: "Die SZ wird auch künftig mit erfahrenen Reporterinnen und Reportern in allen Landkreisen rund um München unterwegs sein." Konkrete Angaben zu Beschäftigtenzahlen für die Regionalberichterstattung machte der Verlag in der Mitteilung nicht.

Die "SZ"-Fernausgabe und die Stadtausgabe München bleiben den Angaben nach unverändert. Bisher hatte die "SZ" sieben Landkreisausgaben: von Erding/Freising im Norden Münchens bis Wolfratshausen/Bad Tölz im Süden. Den Umbau hatte die Zeitung erstmals im Herbst 2024 angekündigt. (dpa)

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