Politik

Weg mit der AfD? Die CSU-Landesgruppe im Bundestag lehnt nach Angaben des Vorsitzenden Alexander Dobrindt einen parteiübergreifenden Antrag für ein Parteiverbot der AfD ab. (Foto: dpa/Matthias Bein)

01.10.2024

Dobrindt: CSU-Landesgruppe gegen AfD-Verbotsantrag

Ein möglicher Parteiverbotsantrag könnte in letzter Konsequenz das Aus für die AfD bedeuten. Nicht alle unterstützen diese Idee jedoch

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag lehnt nach Angaben des Vorsitzenden Alexander Dobrindt einen parteiübergreifenden Antrag für ein Parteiverbot der AfD ab. "Ich kenne niemanden in der CSU-Landesgruppe, der diesen Antrag unterstützt", sagte der CSU-Landesgruppenchef der "Augsburger Allgemeinen". Er halte den geplanten Antrag für falsch und kontraproduktiv. 

Ein Antrag für ein AfD-Verbotsverfahren wird nach Medienberichten von Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen unterstützt - und stößt auf gemischte Reaktionen. Wie "Welt" und "Spiegel" übereinstimmend berichten, haben sich dafür deutlich mehr als die für einen solchen Antrag notwendigen 37 Abgeordneten zusammengetan - und zwar aus SPD, Union, Grünen und Linken. 

"Man kann die AfD nur wegregieren"

Ziel ist demnach, beim Bundesverfassungsgericht ein Verfahren zum Verbot der AfD zu beantragen. Die Abgeordneten fordern in dem Antrag den Berichten zufolge außerdem einen Ausschluss der AfD von der staatlichen Parteienfinanzierung.

"Man kann die AfD nicht wegverbieten, man kann die AfD nur wegregieren", führte Dobrindt weiter aus. Ein Parteienverbot kann von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht beantragt werden.

Der AfD müsste in dem Verfahren nachgewiesen werden, dass sie aggressiv kämpferisch gegen die Verfassung vorgeht. Kritiker warnen, dass ein Verfahren sehr langwierig und der Ausgang in Karlsruhe offen wäre. Zudem gibt es Bedenken, eine Partei mit hoher Wählerzustimmung zu verbieten. (Melissa Erichsen, dpa)

Kommentare (1)

  1. Joachim Datko am 01.10.2024
    Die parlamentarische Demokratie an sich kennt keine Parteiverbote. Wer auch nur über Parteiverbote schwadroniert, ist antidemokratisch.

    Zitat: "Man kann die AfD nur wegregieren"
    Man kann eine Partei nicht "wegregieren", was das auch heißen mag.

    Entscheidend ist das Ergebnis an der Wahlurne. Die AfD hat bei den letzten Landtagswahlen im Osten die anderen Parteien deklassiert. Rechnet man die Abgeordnetensitze in den drei Bundesländern zusammen, hat die AfD 102 Sitze erhalten, die nächste Partei nur 76, ein Viertel weniger.

    Der Sieg der FPÖ in Österreich deutet auf einen Sieg der AfD bei der nächsten Bundestagswahl hin.

    Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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