Politik

Viele Geschäfte haben jetzt geschlossen. (Foto: Jens Kalaene/dpa)

23.03.2020

"Eins zu eins mit Österreich umgesetzt"

Söder verteidigt Bayerns Alleingang im Kampf gegen Coronavirus

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine "sehr kleine Sache", sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei "eins zu eins mit Österreich umgesetzt" worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen. Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. "Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen", sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident "ein Stück weit schneller reagieren".

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen. Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bayern will aber bei eigenen, strengeren Ausgangsbeschränkungen bleiben, die die Landesregierung bereits am Freitag beschlossen hatte. Bei den Beratungen hatte dem Vernehmen nach NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) Söder vorgeworfen, dass er bereits am Freitag "ohne Absprache" eigene Maßnahmen verordnet hatte.

Auch bei Schulschließungen sei Bayern "ein Stück weit vorangegangen", sagte Söder. "Ich glaube, dass allein die Tatsache, dass wir es am Freitag in Bayern beschlossen haben, über das Wochenende viele, viele Infektionen, die jetzt gekommen wären, verhindert hat." Mit Blick auf mögliche noch strengere Beschränkungen sagte Söder, er hoffe, dass man nun rechtzeitig reagiert habe, aber das könne niemand garantieren. Wichtig sei, gleichzeitig das deutsche Gesundheitssystem hochzufahren. "Wir haben vielleicht das beste der Welt, aber auch das wird überfordert sein, wenn wir jetzt nicht schnell reagieren."
(Teresa Dapp, dpa)

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