Politik

Ilse Aigner hat ihr Energieprogramm noch gar nicht vorgestellt - die Freien Wähler kritisieren schon jetzt: Sie behindere damit den Aufschwung Bayerns. (Foto: dpa)

19.10.2015

Energischer Beschuss

Am Donnerstag will Ilse Aigner ihr Energiekonzept vorstellen - und erntet schon jetzt dafür heftige Kritik

Das künftige Energieprogramm der Staatsregierung ist schon vor Veröffentlichung bei der Opposition in der Kritik. Aigner will ihr neues Energiekonzept an diesem Donnerstag im Wirtschaftsausschuss des Landtags vorstellen. Doch Streit um das Programm wird es im Landtag bereits am Dienstag geben: Die Grünen machen die Energiepolitik der Staatsregierung zum Thema einer Aktuellen Stunde - unter der Überschrift: "Mehr Energie aus Sonne und Wind statt verhindern, täuschen und tricksen".

Ein Hauptziel Aigners: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der bayerischen Stromerzeugung soll bis 2025 auf 70 Prozent steigen. Das ist den Grünen zu wenig. "Alleine die bereits beschlossene Abschaltung der noch drei bayerischen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 katapultiert den Anteil der Erneuerbaren an der bayerischen Stromerzeugung auf deutlich über 60 Prozent", kritisierte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann - "und das ohne jeglichen Zubau". Aigner habe es versäumt, eine eigene Duftmarke zu setzen. "Das ist enttäuschend."

Grüne: "Aigner hat es versäumt, eine eigene Duftmarke zu setzten"

Die Freien Wähler halten Aigner vor, in ihrer Verantwortlichkeit sei der Windkraftausbau in Bayern zum Erliegen gekommen. Bürgerenergieanlagen seien aus dem Wettbewerb genommen und die Kraftwärmekoppelung sei durch verschlechterte Rahmenbedingungen unwirtschaftlich geworden, kritisierte der Energieexperte Thorsten Glauber. Und durch die Zustimmung der Staatsregierung zu den geplanten zwei großen Stromtrassen von Norddeutschland nach Bayern stünden hocheffiziente Gaskraftwerke still. "Es ist inakzeptabel, dass Wirtschaftsministerin Aigner eine solche Wertschöpfung zum Aufschwung Bayerns behindert." (dpa)

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