Politik

Der frühere Verteidigungsminister bekräftigt, dass die Brandmauer zur AfD bestehen bleiben müsse und fordert eine klare inhaltliche Konfrontation mit der Partei. (Foto: dpa/Uwe Koch)

20.10.2025

CSU-Politiker Guttenberg: Brandmauer auf keinen Fall aufweichen

Karl-Theodor zu Guttenberg stellt klar, dass er keine Aufweichung der Abgrenzung zur AfD unterstützt. Stattdessen fordert er eine stärkere inhaltliche Konfrontation – auch außerhalb der Parlamente

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spricht sich gegen eine Abkehr von der sogenannten Brandmauer zur AfD aus. „Entgegen mancher falschen Darstellung bin ich an keiner Stelle für eine Aufweichung der sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD eingetreten. Im Gegenteil. Ich habe mich im ‚stern‘-Interview der vergangenen Woche ausdrücklich für das Beibehalten des Unvereinbarkeitsbeschlusses gegenüber der AfD ausgesprochen“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

In dem Interview hatte zu Guttenberg auf die Frage, ob die Union einen neuen Umgang mit der AfD brauche, geantwortet: „Es bedarf der inhaltlichen Konfrontation und die findet in meinen Augen zu wenig statt. Wovor haben wir Angst?“ Eine Entzauberung der Partei gelinge nicht durch Boykott. Diese Aussagen waren von Medien, darunter auch der dpa, als Votum für Abkehr von Brandmauer verstanden worden.

Keine Zusammenarbeit mit "Neonazis, Extremisten und Verfassungsfeinden" 

Auf die Frage, ob der Unvereinbarkeitsbeschluss der Union zu AfD und Linkspartei noch zeitgemäß sei, sagte der 53-Jährige in dem Interview: „Für mich ist keine Partei der sogenannten Mitte wählbar, die mit einem Koalitionspartner flirtet, der in seinen Reihen Neonazis, Extremisten und Verfassungsfeinde duldet. Solange die AfD solchen Leuten eine Heimat gibt, muss dieser Unvereinbarkeitsbeschluss Bestand haben.“

Gegenüber der dpa sprach sich der ehemalige Minister nun erneut für eine offene inhaltliche Konfrontation der Partei aus – auch außerhalb der Parlamente. „Eine Aufgabe, die nicht alleine der Union zu überlassen ist, sondern alle Teile der Mitte der Gesellschaft und Medien umfasst. Zudem ist es die Aufgabe heutiger und künftiger Regierungsparteien, sich nicht erst nach den Wahlen auf Landesebene mit dem Für und Wider des – nicht wünschenswerten – Modells einer Minderheitsregierung zu befassen.“ (dpa)

Kommentare (1)

  1. Joachim Datko am 20.10.2025
    1) Ich bin gerne auf der Seite der AfD. Sie ist eine verantwortungsbewusste, konservative Partei.
    2) Bei Bundestagsdebatten sieht man die ganze Stärke der AfD. Frau Dr. Weidel liest Merz (Bundeskanzler, CDU) die Leviten wie einem Schuljungen. Er sitzt, ohne Ausstrahlung in der ersten Reihe oder verlässt die Debatte. Frau Dr. Weidel hat die Ausstrahlung einer griechischen Göttin. Sie hat eine exzellente Körpersprache, einschließlich der Mimik und ist hochintelligent. Da kann kein Politiker der anderen Parteien mithalten. Der Journalist Jörges hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht: „Die sagt einen Satz nach dem anderen und jeder stimmt.“ Wenn man noch dazu an andere Spitzenpolitiker, wie Dr. Baumann, Brandner und von Storch denkt, dann sieht man die intellektuelle Überlegenheit der AfD. Die Juristin von Storch hat den unbedachten Juristen Merz sogar im Bundestag zu einer fatalen Äusserung verleitet, als sie die Würde des Menschen ansprach.
    ++ J. Datko – Ingenieur, Physiker – Regensburg – AfD-Stammwähler ++
Die Frage der Woche

Sollen Minijobs abgeschafft werden?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Bundesforschungsministerin Dorothea Bär will mit ihrer Hightech-Agenda Deutschland technologisch auf ein neues Level bringen. Im Gespräch mit dem vbw Unternehmermagazin spricht sie über die Herausforderungen.

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.