Politik

Daniel Peters (CDU), Spitzenkandidat der CDU Mecklenburg-Vorpommern sowie Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern, ist mit seiner Partei gescheitert. (Foto: dpa, Daniel Bockwoldt)

21.09.2026

Historisch: CDU fliegt erstmals aus Länderparlament

Nach Auszählung aller Wahlkreise steht fest: Die CDU ist nicht mehr Teil des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern

Debakel in Mecklenburg-Vorpommern: Nach Auszählung aller 124 Wahlkreise stand fest, was sich schon in den letzten Hochrechnungen abgezeichnet hatte: Die CDU fliegt aus dem Landtag. Sie erhielt laut dem vorläufigen Ergebnis nur 4,9 Prozent der Stimmen.

Erstmals wird die AfD damit stärkste Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Gegenüber der Wahl von vor fünf Jahren haben die Rechtspopulisten ihr Ergebnis mehr als verdoppelt (damals 16,7). Der Kandidat der AfD für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, leitete daraus einen Regierungsauftrag für seine Partei ab. Er werde mit den anderen Parteien über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit sprechen. Allerdings haben bis auf das BSW bisher alle anderen politischen Kräfte eine Kooperation mit der AfD ausgeschlossen - und das BSW schaffte es am Ende nicht.

Leichte Verluste der SPD

Die SPD erlitt leichte Verluste (2021: 39,6 Prozent). Angesichts des Bundestrends zeigte sich die Partei mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. "Was für eine Aufholjagd", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kurz nach Bekanntwerden der ersten Prognosen. In Umfragen vor der Wahl hatte die SPD lange deutlich unter 30 Prozent gelegen. 

Absturz der Union

Die Aufholjagd der SPD ging aber vor allem auf Kosten der kleineren Parteien, allen voran der Union. Erstmals wird die CDU nicht in einem Parlament eines Bundeslands vertreten sein. Empfanden die einst in Schwerin regierenden Christdemokraten schon das Ergebnis von 2021 (13,3 Prozent) als Niederlage, so holten sie diesmal nicht einmal die Hälfte der Anteile. Es ist das schlechteste Abschneiden der CDU bei einer Landtagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik. (ts/BSZ/dpa)

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