Politik

Zu lange haben Prediger weltweit mit dem Geld der Ölscheichs vom Golf Wahhabismus verbreitet: Ungläubige, Frauen- und Homosexuelle sind hier ebenso wie im Salafismus nichts wert. (Foto: dpa)

09.08.2026

Islamismus: Stoppt den Schwulenhass

Viele Flüchtlinge stammen aus Ländern, in denen ein Steinzeitislam vorherrscht. Auch unter hier geborenen Muslimen ist Homophobie weit verbreitet. Höchste Zeit gegenzusteuern: Ausländer, die durch queerfeindliche Übergriffe auffallen, müssen abgeschoben werden. Schulen sollten intensiver aufklären und die Bedingungen der hier geborenen jungen Muslime verbessert werden: Denn Ali hat weit schlechtere Bildungschancen als Paul. Für den IS sind Bildungsverlierer mitunter leichte Beute. Statt neue Flüchtlinge ins Land zu holen, sollte Geld in Bildung fließen und die Jugendhilfe aus- statt abgebaut werden. Niemand wird als Schwulenhasser geboren. Ein Kommentar von Tobias Lill

Als vergangenes Jahrzehnt Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland kamen, jubelten manche, die Vielfalt werde hierzulande zunehmen. Es kam anders. Viele der Zugewanderten stammen aus Ländern, in denen ein Steinzeitislam vorherrscht. Queerfeindlichkeit ist in Syrien weit verbreitet, in Afghanistan droht Homosexuellen die Todesstrafe. Natürlich kamen auch sehr viele anständige Menschen zu uns – doch gequälte Schwule in Asylbewerberheimen sorgten früh für Schlagzeilen. Immer wieder kommt es zu öffentlichen Attacken auf einheimische Homosexuelle. 2021 stach ein afghanischer Islamist aus Schwulenhass in Dresden auf ein schwules Paar ein und tötete einen der beiden Männer.

Auch unter hier geborenen Muslimen ist Homophobie weit verbreitet. In Berlin wurde ein schwuler Lehrer von muslimischen Schülern über Monate tyrannisiert. Der islamistische CSD-Attentäter wurde ebenfalls hier geboren. Erschreckend: Ein Viertel der befragten Musliminnen und Muslime gab 2025 bei einer Studie an, keine homosexuellen Freunde zu wollen. Zwar registriert die Polizei weit mehr rechtsextrem motivierte queerfeindliche Übergriffe als islamistische – auch bekennt sich die Mehrheit der Muslime zu den Werten des Grundgesetzes. Doch Islamisten gefährden das, wofür in Deutschland Generationen queerer Menschen gekämpft haben: ein Leben frei von Angst und Diskriminierung.

Niemand wird als Islamist geboren

Es gab Zeiten, da stand der Islam für Toleranz. Nirgends im Koran findet sich ein Verbot von Homosexualität. Doch zu lange haben Prediger weltweit mit dem Geld der Ölscheichs vom Golf Wahhabismus verbreitet: Ungläubige, Frauen- und Homosexuelle sind hier ebenso wie im Salafismus nichts wert. Auch der starke Einfluss des türkischen Staates auf deutsche Moscheen hat intolerante Formen des Islams hierzulande forciert.

Höchste Zeit gegenzusteuern: Ausländer, die durch queerfeindliche Übergriffe auffallen, müssen abgeschoben werden. Schulen sollten intensiver aufklären und die Bedingungen der hier geborenen jungen Muslime verbessert werden: Denn Ali hat weit schlechtere Bildungschancen als Paul. Manch islamistischer Attentäter hat in der Schule versagt und sich nur mit Hilfsjobs und Bürgergeld über Wasser gehalten. Für den IS sind gescheiterte Existenzen leichte Beute. Statt neue Flüchtlinge ins Land zu holen, sollte Geld in Bildung fließen und die Jugendhilfe aus- statt abgebaut werden. Niemand wird als Schwulenhasser geboren.

Der Artikel stammt vom 3. August 2026.
 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll die Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen fallen?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

„Die Bundesregierungskoalition hat noch schnell Reformen angekündigt, ehe sie sich in die Berliner Sommerpause verabschiedete. Eine Sommerpause übrigens, die sich die Wirtschaft nicht leistet. Unternehmer und Manager sind stets am Sprung“, sagt Bertram Br

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.