Politik

Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. (Foto: dpa)

04.03.2025

"Keine falschen Freunde" - Europa braucht ein eigenes Verteidigungsbündnis

Mittlerweile muss jedem klar sein, dass wir Europäer nur auf uns zählen können. Trump und Vance sind hochgefährliche machtgierige Imperialisten. Washington wollte die Ukraine im Stil einer Kolonialmacht ausnehmen. Es wird Zeit für ein echtes europäisches Verteidigungsbündnis. Ein Kommentar von Tobias Lill

Es war von Anfang an eine Farce. Für bereits geleistete Hilfen an Kiew wollte Washington die Ukraine im Stil einer Kolonialmacht ausnehmen. Nun kam es zum Eklat im Weißen Haus. Endlich, müsste man eigentlich sagen. Denn nun sollte auch dem letzten USA-Fan klar sein, dass wir Europäer nur auf uns zählen können. US-Präsident Donald Trump und sein Pitbull J. D. Vance sind hochgefährliche machtgierige Imperialisten. Es wird Zeit für ein echtes europäisches Verteidigungsbündnis.

Doch Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Deutschland muss deshalb die Bundeswehr stärken sowie topmoderne Waffen kaufen - und vor allem selbst entwickeln. "Die Bundeswehr braucht eine Vollausstattung“, sagte gerade erst CSU-Chef Markus Söder – und er hat Recht. Dazu braucht es das nun im Raum stehende Sondervermögen von 200 Milliarden Euro. Damit am Ende nicht auch ausgerechnet bei den dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur gespart wird, müsste es zudem für Schienen, Straßen, Bildung und Digitalisierung ein weiteres Sondervermögen geben – so wäre auch die Zustimmung von SPD und Grünen sicher.

Deutschland muss sich baldmöglichst mit Frankreich und verlässlichen EU-Staaten zusammenschließen und ein wirksames Verteidigungsbündnis gründen. In einer schlagkräftigen europäischen Armee ließen sich Ressourcen besser bündeln und Deutschland könnte unter Frankreichs Atomschirm schlüpfen. Klar ist: Wir brauchen keine falschen Freunde - egal, ob im Osten oder im Westen.

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