Politik

Zum Energiesparen solle es keine Außenbeleuchtung an staatlichen Gebäuden geben. Dann wird Schloss Neuschwanstein in der Dunkelheit versinken. (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

02.08.2022

Klimaanlagen runter, weniger Heizen, Lichter aus

Staatsregierung will bis März 15 Prozent weniger Energie verbrauchen

Weniger Klimaanlagen, weniger heizen in Büros, keine Außenbeleuchtung an staatlichen Gebäuden: Wie von der EU-Kommission angeregt will auch die bayerische Staatsregierung ihren Energieverbrauch zwischen August und Ende März um 15 Prozent senken. Das Kabinett verabschiedete dazu am Dienstag ein Fünf-Punkte-Programm, mit dem die Ministerien und die ihnen unterstellten Behörden den Verbrauch von Gas und Strom deutlich reduzieren wollen.

Für Bereiche in öffentlichen Gebäuden, die nicht dem ständigen Aufenthalt dienen (Verkehrs- und Technikflächen), könnten weitere Einsparungen möglich sein, wobei Schäden oder Frostschäden bei nicht beheizten Bereichen vermieden werden sollen. In Büros soll maximal auf 20 Grad geheizt werden. Auch sollen technische Anlagen für einen sparsameren Energieverbrauch optimiert werden, etwa bei der Nutzung an Wochenenden und nachts. In Sanitärbereichen soll es zudem nur noch kaltes Wasser geben, Dienstreisen sollen wenn möglich vermieden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt werden. Mitarbeitern soll zudem die Arbeit zu Hause ermöglicht werden.

Kein Gas mehr für Stromproduktion verwenden

"Die Versorgungslage ist sehr dramatisch", sagte Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Angesichts der geringen Gas-Liefermengen aus Russland dürfe möglichst kein Gas mehr zur Stromproduktion verwendet werden müssen.

"Ziel der Einsparmaßnahmen ist es, dass die Gasspeicher bereits jetzt für die Wintermonate ausreichend gefüllt werden können, damit es über die kalte Jahreszeit nicht zu Versorgungsengpässen kommt und insbesondere eine regionale Gasmangellage in Süddeutschland vermieden werden kann", begründete die Staatskanzlei den Schritt. Zugleich solle nicht nur der Gasverbrauch für Wärme und Prozesse reduziert, sondern auch die Einsparung von elektrischer Energie forciert werden.


Auch wenn die staatlichen Gebäude zum weit überwiegenden Teil mit Strom aus Wasserkraft versorgt werden, könne der Freistaat durch Einsparung von elektrischer Energie auch zur Einsparung der Stromerzeugung aus Gas beitragen, hieß es weiter. Bernreiter appellierte an die Kommunen, die Energieeinsparmaßnahmen in eigener Verantwortung ebenfalls zu übernehmen.
(Marco Hadem, dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Braucht Bayern einen staatlichen Energieversorger?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2022

Nächster Erscheinungstermin:
09. Dezember 2022

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 11.12.2021 (PDF, 15 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.