Politik

Bis zu 800.000 Menschen könnten im Freistaat laut Kassenärztlicher Vereinigung Bayerns (KVB) seit Anfang 2021 eine mit Long- und Post-COVID assoziierte Diagnose erhalten haben. (Foto: Picture Alliance/AP/Andrew Harnik

02.12.2024

Ministerin: Mehr Vernetzung zu Post-Covid

Tausende Menschen sind von Post-Covid-Erkrankungen betroffen. Bayerns Gesundheitsministerin will Forschung und Vernetzung hierzu ausbauen

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) will die Forschung zu Post-COVID-Erkrankungen vorantreiben. "Die COVID-19-Pandemie ist beendet. Dies gilt aber leider nicht für Long- und Post-COVID", sagte sie in München.

Durch die Vernetzung bayerischer Long- und Post-COVID-Akteure aus unterschiedlichen Bereichen - von der Forschung bis zu Krankenkassen - sollen größtmögliche Synergien und ein Wissenstransfer geschaffen werden.

Bis zu 800.000 Menschen könnten im Freistaat laut Kassenärztlicher Vereinigung Bayerns (KVB) seit Anfang 2021 eine mit Long- und Post-COVID assoziierte Diagnose erhalten haben, so Gerlach weiter. Die meisten Patientinnen und Patienten erholten sich wieder davon, viele müssten jedoch langfristig behandelt werden. "Der Leidensdruck dieser Menschen sowie ihrer Angehörigen ist enorm."

Zehn Millionen Euro Fördermittel

"Die Forschung an Long- und Post-COVID läuft weltweit - auch in Bayern", sagte die Ministerin. Seit 2021 habe der Freistaat zehn Millionen Euro an Fördermitteln in die Forschung gegeben. Damit sei Bayern dem Bund voraus gewesen, der - drei Jahre später als der Freistaat - ein eigenes Programm zur Versorgungsforschung aufgelegt habe.

Long-COVID bezeichnet nach Ministeriumsangaben gesundheitliche Beschwerden, die jenseits der akuten Krankheitsphase einer SARS-CoV-2-Infektion von vier Wochen fortbestehen oder auch neu auftreten. Als Post-COVID-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich während oder nach einer COVID-19-Erkrankung entwickeln, länger als zwölf Wochen andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erklärt werden können.

Zu möglichen Symptomen zählen unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung ("Fatigue") und psychische Beschwerden, aber auch andauernde Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Das Krankheitsbild hat massive Auswirkungen auf Alltag, Lebensqualität und Berufsleben der Betroffenen. (Ute Wessels, dpa)

Kommentare (1)

  1. Parteiloser Bürgermeister a. D. am 13.12.2024
    In meinem (großen) Bekanntenkreis gibt es sehr viele Menschen, denen es seit "Corona" gesundheitlich schlecht geht; etliche sind sogar völlig unerwartet und überraschend und zudem im Vergleich zur statistisch durchschnittlichen Lebenserwartung viel zu jung gestorben.

    Soweit bekannt, und wir pflegen eine vergleichsweise offene Kommunikation, war lediglich eine Bekannte, der es lange schlecht erging, ohne sog. "Impfung". Kann es sein, dass vor allem entsprechend "geimpfte" Mitmenschen besonders häufig nachhaltigen Leiden der "COVID-Pandemie" unterliegen? Gibt es hierzu eine zuverlässige amtliche Statsitik?
Die Frage der Woche
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Ralf Wintergerst, CEO von Giesecke+Devrient, weist auf einen sehr wesentlichen Umstand der deutschen Politik hin: „Es gibt hierzulande sehr viele Veto-Punkte, wo der eine aus Eigeninteresse den Vorschlag des anderen blockieren kann."

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.