Politik

13.05.2026

Soll man die staatliche Einspeisevergütung für PV-Anlagen abschaffen?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlage abschaffen. Matthias Fischbach, Vorsitzender der FDP Bayern, findet das gut, fordert aber eine Ausweitung auf größere Anlagen. Martin Geilhufe, Vorsitzender des Bund Naturschutz Bayern, hält die Pläne dagegen für gefährlich für die Energiewende

JA

Matthias Fischbach, Vorsitzender der FDP Bayern

In den letzten Wochen war so viel Solarstrom im Netz, dass die Preise an der Strombörse Hunderte Stunden ins Minus rutschten. Strom hatte zeitweise keinen Wert mehr. Trotzdem überweist der Staat den Erzeugern weiter die im Erneuerbare-Energien-Gesetz garantierte Einspeisevergütung. Wir zahlen also Millionen für Strom, den niemand braucht. Das ist keine Energiewende, das ist Geld zum Fenster hinauswerfen.

Eine Solaranlage rechnet sich heute auch ohne Staatszuschuss, im sonnenreichen Bayern erst recht. Sie kostet nur noch einen Bruchteil von früher, Tendenz weiter sinkend. Für Altanlagen gilt selbstverständlich Bestandsschutz. Bei Neuanlagen aber muss Schluss sein – bei allen, nicht nur den kleinen, wie Union und SPD planen. Wir brauchen ehrliche Strompreise statt staatlicher Garantien. Die Stromerzeugung kann nur so wieder richtig nach Bedarf gesteuert werden.
 

NEIN

Martin Geilhufe, Vorsitzender des Bund Naturschutz Bayern

Der Ausbau der Dach-PV darf nicht abgewürgt werden. Eine starke und verlässliche Vergütung ist ein sinnvolles Instrument für Klimaschutz, Flächensparen und regionale Wertschöpfung – es stärkt die Bürgerbeteiligung an der Energiewende, insbesondere bei Menschen, die nur kleine Dachflächen haben. Dach-PV nutzt bereits versiegelte Flächen, greift also nicht in Natur und Landwirtschaft ein. Der Strom wird zudem direkt bei den Verbrauchern vor Ort erzeugt, was für die dezentrale Energiewende eine wichtige Rolle spielt.

Gerade in Städten sind noch viele Dachflächen ungenutzt. Künftig sollten deshalb auch PV-Anlagen auf Mietshäusern stärker angereizt werden, damit nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter direkt vom günstigen Solarstrom profitieren. Die Allgemeinheit profitiert von einem schnellen Ausbau der Dach-PV: durch mehr Klimaschutz, weniger Importabhängigkeit und weniger Druck auf freie Flächen. 
 

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