Politik

Reza K. hilft jetzt anderen Migranten dabei, heimisch zu werden. (Foto: loh)

02.08.2013

Sprachtests? Kein Allheilmittel

Bayern vor der Landtagswahl: Was die Parteien den Bürgern bieten - und was die Bürger erwarten, zum Beispiel Migranten

Reza K. kam vor 30 Jahren mit seiner Familie als politischer Flüchtling nach Deutschland. Trotz einiger Verbesserungen im Bereich der Asylpolitik, fordert der Leiter einer Deutschschule von der nächsten Landesregierung mehr Investitionen in die Integrations-, Bildungs- und Familienpolitik.

„Unsere aktuelle Landesregierung hat einiges für die Bildung von Flüchtlingen getan“, räumt Reza K. ein. „Aber es muss in diesem Bereich noch viel mehr investiert werden.“ Der 59-Jährige ist Experte in Sachen migrantischer Bildungspolitik: Er ist in den 80er Jahren selbst als politisch Verfolgter aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet und wurde nach seinem Studium in München Schulleiter der privaten ISUS-Schule für Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen. „Die Möglichkeit, unter der Koalitionsregierung eine solche Lernstätte aufzumachen, war für uns ein großer Erfolg“, erzählt Reza in einem der etwas heruntergekommenen Klassenzimmer. Trotzdem müssten in der Jugendhilfe zusätzliche Betreuer, Psychologen und Sozialpädagogen eingestellt werden.
Außerdem fordert er bessere Unterkünfte und eine ausgeprägtere Willkommenskultur im Freistaat – alles Punkte, die sich fast wortgleich im Wahlprogramm der Grünen in Bayern wiederfinden. Ist er ein Anhänger der Ökopartei? „Ja“, bestätigt Reza, „die kämpfen wie ich seit Langem für mehr Lehrer und kleinere Klassen“ ... (David Lohmann)

(Lesen Sie denvollständigen Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 9. August 2013.)

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