Politik

02.08.2025

Umgang mit der AfD: Keine Strategie, nirgends

AfD im Aufwind: Weder die verbale Aufrüstung der etablierten Parteien noch deren Drohkulissen haben gefruchtet. Ein Kommentar von Waltraud Taschner

Während sich die Politik und große Teile der Medien rhetorisch an der AfD abarbeiten, gewinnt die rechte Partei kontinuierlich an Zuspruch. Je nach Umfrageinstitut rangierte die AfD zuletzt knapp hinter oder sogar gleichauf mit der Union. Ganz offenkundig haben weder die verbale Aufrüstung der etablierten Parteien noch deren Drohkulissen gefruchtet. Etwa der Ruf nach einem AfD-Verbotsverfahren oder der Plan, AfD-Mitgliedern den Zugang zum Staatsdienst zu verwehren.

Man würde wirklich gern verstehen, warum Menschen an einer erfolglosen Strategie so eisern festhalten. Ist es Starrsinn? Einfallslosigkeit? Im Parlament vergeht Woche für Woche mit sinnlosen Anti-AfD-Ritualen, die hauptsächlich der Selbstvergewisserung dienen: Seht her, wir zeigen Haltung, reden nicht mit „denen“, verweigern ihnen Posten und schließen sie von allen möglichen Anlässen aus.

Ausladung vom Sommerempfang: Wem nützt das? die AfD war danach bayernweit in den Medien präsent

In Bayern hielt es jetzt Landtagspräsidentin Ilse Aigner für eine gute Idee, dem AfD-Bundestagsabgeordneten Tobias Teich die Teilnahme am traditionellen Sommerempfang öffentlichkeitswirksam zu verwehren. Wegen „rechtsextremer Äußerungen“, die nicht näher erläutert wurden. Erreicht wurde damit, dass die AfD medial bayernweit präsent war. Auf dem Empfang tummelten sich dann übrigens zahlreiche AfD-Politiker, deren weltanschaulicher Background mit dem Teichs weitgehend deckungsgleich ist.

Vielen Leuten sind derlei Aktionen nicht zu vermitteln. Sie wollen Lösungen für allgegenwärtige Fehlentwicklungen, Ideologie ist den meisten egal. Vom Wettbewerb persönlicher Verunglimpfungen haben sie die Nase voll. Ebenso von Krawallauftritten. Letzteres kann oder will gerade die AfD nicht begreifen. So hatte die AfD-Fraktionschefin kürzlich im Landtag mit Begriffen wie „Staatsstreich“ hantiert und neue Sitten im Land angedroht, „wenn die AfD an der Macht ist“. Das ist daneben und verhindert, dass über Inhalte gesprochen wird. Mit solchen Leuten will niemand kooperieren, geschweige denn regieren. Gut möglich, dass die AfD das auch gar nicht will. Denn dann müsste sie das Krakeelen einstellen und an tragfähigen Lösungen arbeiten.

 

Kommentare (1)

  1. Joachim Datko am 01.08.2025
    Die AfD ist eine verantwortungsbewusste, libertäre Partei der Bildungs- und Leistungsgesellschaft.
    Die Strategie der Ausgrenzung zeigt deutlich, dass es ein egoistisches Abwehrkartell (CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke) gibt. Im Tross dieses Kartells bewegt sich ein Großteil der Medien und der Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz. Haldenwang (CDU) hat als Chef des Verfassungsschutzes eingeräumt, dass die Behörde die Partei AfD bekämpft: 20.06.23 ZDF-„Heute-Journal“: „Nicht allein der Verfassungsschutz ist dafür zuständig, die Umfragewerte der AfD zu senken.“
    Die AfD ist eine gute Partei. Die Parteien des Abwehrkartells sind böse.
    +++ Joachim Datko – Physiker, Philosoph – Regensburg – AfD-Stammwähler +++
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