Politik

Ein deutlicher Geburtenrückgang im Freistaat sorgt dafür, dass weniger Elterngeld ausgezahlt wurde. (Foto: dpa/Elisa Schu)

04.06.2025

Weniger Anträge, weniger Elterngeld – das hat einen Grund

In Bayern wurde 2024 weniger Elterngeld ausbezahlt als im Jahr zuvor. Die verantwortliche Behörde hat eine Erklärung für den Trend

Im Vorjahr sind nach Bayern rund 1,317 Milliarden Euro an Elterngeld geflossen. Das ist etwas weniger als im Jahr 2023, wie aus dem Jahresbericht des Zentrums Bayern Familie und Soziales (ZBFS) hervorgeht: Damals bekamen Eltern im Freistaat 1,36 Milliarden Euro ausgezahlt.

Das Zentrum begründet den Rückgang der Auszahlungen mit dem deutlichen Geburtenrückgang im Freistaat. Den Zahlen zufolge wurde 2024 über 176.289 Anträge auf Elterngeld entschieden, im Vorjahr waren es noch 192.165.

Fünf Milliarden verteilt

Das vom Bund finanzierte Elterngeld soll Müttern und Vätern, die nach der Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit unterbrechen oder reduzieren, zumindest einen Teil des Gehalts ersetzen. Es gibt aber eine Gehaltsobergrenze.

Das ZBFS mit Hauptsitz in Bayreuth hat 2024 rund fünf Milliarden Euro an Transferleistungen verteilt, es handelt sich dabei sowohl um Geld des Bundes als auch des Landes. Neben den Leistungen für Familien wird beispielsweise auch Geld für Opfer von Gewalttaten ausgezahlt. 

Unter anderem das Elterngeld sorgt dafür, dass Mütter in Bayern finanziell seltener von anderen Menschen abhängig sind. Zahlen aus dem Mikrozensus zeigen eine deutliche Verschiebung zu eigenem Einkommen und Elterngeld, wie das Landesamt für Statistik kürzlich mitgeteilt hat. Demnach finanzierten vergangenes Jahr nur noch 21 Prozent der Mütter ab 20 Jahren in Partnerschaften ihren Lebensunterhalt überwiegend über Eltern oder Partner. 2009 galt dies noch für 37 Prozent. (dpa)
 

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