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Ausschnitt aus dem Münchner Vertrag von 1619. Die Unterschrift Kaiser Ferdinands II. befindet sich direkt unter dem Text, die des Herzogs Maximilian I. von Bayern unter den Siegeln. (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Dreißigjähriger Krieg Akten, 11)

22.07.2019

Run auf den Rang

Eine Ausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv zeichnet nach, wie Bayern Kurfürstentum wurde

Vor fast 400 Jahren, am 8. Oktober 1619, schlossen Herzog Maximilian I. von Bayern und Kaiser Ferdinand II. den „Münchner Vertrag“. Eine Nebenabrede zu dieser Vereinbarung kennzeichnet den Beginn der Bemühungen Maximilians um die Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Bayern. Nach der Ächtung Friedrichs V. von der Pfalz 1621 erfolgte zunächst eine Geheimbelehnung, 1623 schließlich die Übertragung der Kurwürde auf Lebenszeit. Doch erst der Westfälische Friede 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, bestätigte die Kurwürde für Bayern.
Die Ursprünge des bayerischen Strebens nach dieser Rangerhöhung reichen bis ins Spätmittelalter zurück. Im Hausvertrag von Pavia war 1329 zwischen der bayerischen und der pfälzischen Linie der Wittelsbacher eine wechselnde Bekleidung der Kurwürde vereinbart worden, die Goldene Bulle von 1356 band die Kurwürde dann an das pfälzische Territorium.
Die wichtigsten Etappen des Aufstiegs Bayerns zum Kurfürstentum zeichnet die Ausstellung Bayerns Weg zum Kurfürstentum. Vom Münchner Vertrag 1619 zum Westfälischen Frieden 1648 nach, die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München zu sehen ist. Sie wurde von Christopher Pfaffel  im Rahmen seiner Archivarausbildung an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. (BSZ)


Information: 23. Juli bis 10. September 2019. Bayerisches Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 - 18.00 Uhr, Freitag 8.30 - 13.30 Uhr.

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