Wirtschaft

Lokführer sind Mangelware. (Foto: dpa/Christoph Reichwein)

22.07.2025

Abwerbung von Lokführern kostet künftig Ablösesumme

Deutsche Bahn und ihre Konkurrenten suchen händeringend Lokführer

Angesichts des Personalmangels bei Bayerns Eisenbahngesellschaften zahlen DB und ihre privaten Konkurrenten für die Abwerbung von Lokführern künftig Ablöse. Der Staatskonzern und sieben private Bahngesellschaften haben sich zur wechselseitigen Erstattung der Ausbildungskosten verpflichtet, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mitteilte. Das soll die Unternehmen dazu motivieren, selbst auszubilden, wie Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte. Ähnliche Anti-Abwerbe-Vereinbarungen gibt es bereits in mehreren anderen Bundesländern.

"Es bringt der Branche als Ganzes nichts, wenn sich Unternehmen wechselseitig Lokführer abwerben", kommentierte BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs. Die BEG koordiniert und überwacht im Auftrag des Freistaats den Bahn-Regionalverkehr in Bayern.

Mit dem neuen Abkommen übernimmt die BEG eine neue Zusatzaufgabe als Vermittlungsstelle sowohl für die Erstattung der Ausbildungskosten als auch für etwaige Streitfälle.

Viele offene Stellen, wenig Bewerber

Zugausfälle und Verspätungen wegen fehlenden Personals sind auch im Freistaat keine Seltenheit. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit waren 2024 in Bayern 315 offene Stellen in der "Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr" gemeldet, denen nur 61 arbeitslose Bewerberinnen und Bewerber gegenüberstanden.

Die Höhe der jeweiligen Zahlung hängt davon ab, wie lange die Ausbildung zurückliegt: Je kürzer die Zeit seit der Ausbildung, desto teurer wird für den neuen Arbeitgeber der Wechsel. Die nun getroffene Vereinbarung ist Resultat des 2024 von der BEG gegründeten Aktionsbündnisses Bahnberufe Bayern, das den Personalmangel bei den Eisenbahngesellschaften lindern soll.
(Carsten Hoefer, dpa)

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