Wirtschaft

Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft ist der jüngsten Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) zufolge heute besser als im langjährigen Durchschnitt. (Foto: dpa/Patrick Pleul)

21.10.2021

Bessere Stimmung

BIHK: Wirtschaft lässt Corona-Tief hinter sich

Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft ist der jüngsten Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) zufolge heute besser als im langjährigen Durchschnitt. Fast 50 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage aktuell als gut, nur 11 Prozent als schlecht. Der BIHK-Konjunkturindex stieg von 114 Punkten im Frühjahr auf 128 Punkte, den höchsten Wert seit Anfang 2019.

Handel, Tourismus und Dienstleister seien nach dem Ende der staatlichen Corona-Beschränkungen recht optimistisch. Anders sehe es jedoch in der Industrie aus, sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl: Laut Umfrage leiden 85 Prozent der Industrieunternehmen unter Materialengpässen und 92 Prozent unter stark steigenden Preisen für Rohstoffe und Waren. "Die Schlaglöcher auf dem Erholungspfad wirken sich auch auf die gesamte bayerische Wirtschaft aus, und diese Risiken sind besorgniserregend", sagte Gößl.

Bedrohlicher Fachkräftemangel

Außerdem wird der Fachkräftemangel bedrohlicher: Für 63 Prozent der bayerischen Unternehmen stellt er ein Geschäftsrisiko dar, 56 Prozent haben bereits offene Stellen, die sie nicht besetzen können. 29 Prozent der bayerischen Unternehmen wollen ihre Inlandsinvestitionen ausweiten - aber 22 Prozent wollen sie senken oder gar nicht investieren.

BIHK-Präsident Klaus Josef Lutz sagte, für den Umbau zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft seien die privaten Investitionen entscheidend. Staatliche Investitionen machten nicht einmal 15 Prozent aller Investitionen in Deutschland aus. Deshalb dürfe die Politik die Investitionsbereitschaft der Unternehmen "nicht mit ideologischen Fesseln torpedieren". Sie müsse marktwirtschaftliche Anreize schaffen, die Steuerlast auf dem Strompreis verringern und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, auch beim Ausbau erneuerbarer Energien. An der Herbst-Konjunkturumfrageunter nahmen laut BIHK 3700 Unternehmen teil.
(Roland Losch, dpa)

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