Wirtschaft

Im Großraum München leben rund 2,9 Millionen Menschen. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

25.03.2020

Corona-Krise bremst Zuzug

Planungsverband München rechnet sogar mit Rückgang

Wegen der Corona-Krise könnte die Einwohnerzahl der Region München in diesem Jahr erstmals seit Jahren stagnieren. "Die Bevölkerung wächst hauptsächlich durch Zuwanderung aus dem Ausland", sagte der Geschäftsführer des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München, Christian Breu, am Mittwoch. "Für 2020 rechne ich mit Stagnation oder sogar einem Rückgang."

Der Grund: Das Wachstum der Bevölkerung wird seit Jahren hauptsächlich von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen neuen Arbeitsplätzen getrieben. Doch wenn die Wirtschaft zeitweise weitgehend stillsteht, entstehen auch weniger Arbeitsplätze. "Unabhängig von der Corona-Krise sind wir am Ende eines Konjunkturzyklus, der Zuzug hat sich 2018 bereits verlangsamt", sagte Breu. Zwischen 2009 und 2018 haben die Einwohnerzahlen Münchens und der acht umliegenden Landkreise nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten um über eine Viertelmillion auf 2,9 Millionen Menschen zugenommen. "Wir sind eine sehr starke Region", erläuterte Breu.

Pendlerströme haben sich gedreht

Es verschieben sich aber die wirtschaftlichen Gewichte der einzelnen Kommunen, was erhöhten Verkehr bedeutet. Im Jahr 2018 hat die Zahl der werktäglichen Pendler erstmals die Marke von einer Million überschritten, wie Breu berichtete. "Wir haben eine zunehmende Verflechtung in der Region München", erläuterte der Geschäftsführer. "Die Pendlerströme zwischen Stadt und Landkreis haben sich in den vergangenen Jahren gedreht, es arbeiten mittlerweile mehr Münchner im Landkreis als umgekehrt." Die Landkreise würden insgesamt wirtschaftlich stärker.

"Insgesamt ist es nach wie vor so, das die Entwicklung der Infrastruktur nicht Schritt hält mit dem Wachstum an Einwohner und Arbeitsplätzen", sagte Breu. In den dreißig Jahren nach den Olympischen Spielen 1972 sei zu wenig investiert worden. "Inzwischen wird sehr viel mehr getan, aber wir haben Nachholbedarf."
(Carsten Hoefer, dpa)

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