Wirtschaft

Aus bayerischer Sicht muss der Bund die Kosten für das Deutschlandticket künftig ganz übernehmen. (Foto: Deutsche Bahn AG/Dominic Dupont)

10.02.2025

Deutschlandticket: Bayern will nicht mehr dafür zahlen

Die Finanzierung des Deutschlandtickets ist nur noch bis Ende 2025 gesichert. Wie geht es danach weiter?

Bayern spricht sich für einen Kurswechsel bei der Finanzierung des Deutschlandtickets aus. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für die Länder war es ein Kraftakt, den Bund dazu zu bringen, seine Finanzierungszusagen für das Deutschlandticket einzuhalten. Für 2025 ist das Ticket gesichert, aber langfristig muss die neue Bundesregierung über die Zukunft des Tickets entscheiden."

Aus bayerischer Sicht müsse der Bund die Kosten künftig ganz übernehmen, "schließlich war das Deutschlandticket - wie der Name schon sagt - ein Wunsch des Bundes." Bernreiter ist zugleich Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz. 

Union lässt Zukunft des Tickets offen

Seit Mai 2023 ermöglicht das Deutschlandticket bundesweit Fahrten in sämtlichen Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs zum einheitlichen Monatspreis. Zum Januar stieg der Monatspreis um fast ein Fünftel von 49 Euro auf 58 Euro. Nur noch für dieses Jahr sind Bundesmittel festgeschrieben.

Der Bund gibt pro Jahr einen Zuschuss von 1,5 Milliarden Euro, um Einnahmeausfälle bei Verkehrsbetrieben auszugleichen - denn die meisten ÖPNV-Abos waren zuvor deutlich teurer. Die Länder geben ebenfalls insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Die Union hatte die Zukunft des Tickets bereits offen gelassen. (dpa)
 

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