Wirtschaft

Tanken ist wieder teurer. (Foto: dpa, Ulrich Wagner)

02.03.2026

Die Autofahrer spüren den Irankonflikt bereits an der Tankstelle

Bisher hält sich die Reaktion an den Zapfsäulen in Grenzen - doch laut ADAC ist mehr zu befürchten

Die Eskalation im Nahen Osten treibt auch die Preise an deutschen Tankstellen. Bisher fällt der Ausschlag aber vergleichsweise gering aus, wie Zahlen des ADAC zeigen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter Super E10 1,6 Cent mehr als am Freitag, dem letzten Tag vor den Angriffen. Diesel verteuerte sich um 1,3 Cent. Aussagen zum Montag sind angesichts der im Tagesverlauf stark schwankenden Spritpreise bisher noch kaum aussagekräftig.

Der bisherige Anstieg bei den Spritpreisen fiel dabei deutlich schwächer aus als bei Rohöl oder Heizöl, die jeweils deutlich zulegten. Dazu könnte beigetragen haben, dass der Spritpreis zuletzt nach damaliger Einschätzung des ADAC im Vergleich zu Ölpreis und Dollarkurs bereits verhältnismäßig hoch war. Dennoch sei zu befürchten, dass die Preise noch weiter steigen würden, sagte ein Sprecher aktuell. 

Höchste Werte seit Mai und April 2024

Die Tagesdurchschnitte von 1,794 Euro pro Liter E10 und 1,759 Euro pro Liter Diesel sind die höchsten Werte seit fast zwei Jahren. E10 war zuletzt Ende Mai 2024 teurer, Diesel zuletzt Anfang April 2024.

Der Ölpreis ist - in Kombination mit dem Dollarkurs - typischerweise der wichtigste Treiber für Veränderungen beim Sprit. Die Eskalation des Konflikts treibt den Ölpreis unter anderem auch deswegen, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Allerdings hat der Ölverbund Opec+, in dem neben Staaten der Opec auch andere wichtige Förderstaaten wie Russland organisiert sind, am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern. Der Schritt war aber nicht mit der aktuellen Eskalation begründet worden.
(Christof Rührmair, dpa)

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