Wirtschaft

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas beobachtet, wie begeistert Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer in der Frankenmetropole via 3D-Brille in virtuelle Welten abtaucht. (Foto: Wraneschitz)

08.07.2016

Digitalgründerzentrum als Beispiel

Große Einrichtungen mit dieser Ausrichtung kommen in jeden Regierungsbezirk des Freistaats – kleine sollen folgen

Digitale Welten unterscheiden sich oftmals von jener, in der wir uns normalerweise bewegen. In einer solchen „Virtual Reality“ ist zum Beispiel der Flug zum Mond möglich, oder das Bohren eines Loches ohne Stahl und Bohrmaschine.

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) betrat dieser Tage in Nürnberg eine solche von der Gründerfirma Cykyria gestaltete virtuelle Realität. Und man merkte dem schwäbischen Regierungsmitglied an: Er war begeistert, was er dort sah.

Cykyria ist eine jener „ganz neuen Firmen, um die es uns bei der vom Wirtschaftsreferat initiierten digitalen Gründerinitiative Startup.Digital.Nürnberg geht“: Michael Fraas (CSU), Wirtschaftsreferent der Frankenmetropole, konnte an diesem Tag begeistert „den letzten Baustein“ dieser Initiative einweihen, das „Digitale Gründerzentrum“.

Seit zehn Jahren "Raum für Ideen"


Das ist in neu ausgebauten 350 Quadratmeter-Dachgeschoss des städtischen Klee-Centers untergebracht. Dieses wiederum bietet seit zehn Jahren „Raum für neue Ideen, ist der ideale Partner für junge Unternehmer, Existenzgründer und alle, die ein Unternehmen gründen wollen“, so dessen Konzept.

„Alles mit Kerntechnologie IT, aus denen ein bis drei Leute neue Dienstleistungen machen“: so stellt sich Michael Fraas die idealen Mieter vor. Die können schon seit Ende 2015 auf Beratungsleistungen, Gutscheine für Co-Working-Spaces (Mietbüros) oder Coaching (Betreuung durch erfahrene Unternehmen) zurück-greifen. Denn damals bekam die Stadt von der Staatsregierung den Förderbescheid über 750 000 Euro auf fünf Jahre.
Zehn Prozent schießt die Noris selber zu. Die Mieträume im Klee-Center seien der letzte Schritt dieser Startup.Digital.Nürnberg genannten Gründerinitiative.

Dass der Freistaat nun auch anderswo kleine, auf die Digital-Gründerszene ausgerichtete Zentren errichten will, „diese Idee ist in Nürnberg entstanden“, merkte der Wirtschaftsreferent an. Zunächst drei sollen nach dem Willen des Ministerrats in Cham, Bad Windsheim sowie am bayerischen Untermain realisiert werden, wurde Ende Juni bekannt.

Stadt Nürnberg stellt Räume zur Verfügung


Fraas stellte zudem klar: Die Räume am Klee-Center seien nicht Teil des Konzepts der Staatsregierung, in jedem Regierungsbezirk ein zentrales IT-Gründerzentrum zu fördern. Wie berichtet, sollen sechs neue das „Zentrum Digitalisierung Bayern“ in Garching, „Werk 1“ genannt, ergänzen. Für den Plan sieht die Staatsregierung 80 Millionen Euro vor. Auch ein Nürnberger Standort soll dabei sein. „Aber das ist keine Konkurrenz zu unserem“, machte Klee-Center-Geschäftsführer Dietrich Fleisch klar.

Robert Couronné vom NIK e.V., dem Kompetenzverein der Kommunikationswirtschaft in Franken, sah deshalb gute Chancen, dass der heute schon mit dem Großraum München gleichbedeutende IT-Standort Nürnberg durch die beiden Digital-Zentren vorankommt. Und auch die Mieter der bereits zum Start voll belegten 15 Büros im Klee-Center zeigten sich bei ihrer Eigenvorstellung begeistert: Von den „sehr gut ausgestatteten Räumlichkeiten, der Betreuung und Beratung – und den günstigen Mietpreisen“. Einer der Gründer dazu zur Staatszeitung: „Bei 1000 Euro Mietkosten in einem normalen Büro hätte ich mir das nicht leisten können.“
(Heinz Wraneschitz)

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