Wirtschaft

Horst Seehofer will Bayern als führende digitale Region weltweit etablieren. (Foto: STK)

13.09.2013

„Digitalisierung ist ein Megathema“

Ministerpräsident Horst Seehofer über die Energiewende, Pkw-Maut für Ausländer, bezahlbaren Wohnraum und das geplante Heimatministerium

Am kommenden Sonntag ist Landtagswahl in Bayern.
Wir sprachen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) über die wirtschaftspolitischen Aufgaben, die der Freistaat in der neuen Legislaturperiode angehen muss.

BSZ: Herr Seehofer, welche wirtschaftspolitischen Akzente wollen Sie in Bayern in der kommenden Legislaturperiode setzen?
Seehofer: In den vergangenen fünf Jahren hat mich die Erfahrung gelehrt: Wirtschaft ist nicht alles – aber ohne Wirtschaft ist alles nichts. Soziale Gerechtigkeit gibt es nicht ohne ausreichende Arbeitsplätze. Mein oberstes Ziel ist daher Vollbeschäftigung – und zwar in allen Teilen Bayerns. Wenn ich mit den Menschen rede, kommt immer wieder der Wunsch: Bitte schauen Sie, dass es so bleibt wie es ist! Dazu müssen wir in die Zukunft investieren. Wer nur bewahrt, steigt ab! Ein Megathema wird deshalb die Digitalisierung sein. Wir wollen Bayern als führende digitale Region weltweit etablieren.

BSZ: Wie soll das vor sich gehen?
Seehofer: Wir werden dazu Milliarden in die Hand nehmen. Nach der Industrialisierung Bayerns und nachdem wir Hightech-Land geworden sind, kommt jetzt die Digitalisierung. Die Chancen des digitalen Zeitalters sind für Bayern immens. Die Digitalisierung wird sehr viel Dynamik, Wachstum und Arbeitsplätze auslösen. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt natürlich die Energiewende. Die Energieversorgung für die privaten Haushalte und die Wirtschaft muss nicht nur sicher und klimaverträglich, sondern auch bezahlbar bleiben. Die erste und wichtigste Aufgabe der neuen Bundesregierung ist daher die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Wir müssen diesen Kostentreiber für die Zukunft entschärfen. Und wir werden durch ganz gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen dafür sorgen, dass auch in Zukunft gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern gesichert sind. Dazu werden wir den Aktionsplan Demografischer Wandel fortführen und bis zum Jahr 2016 insgesamt 1,3 Milliarden Euro zur Stärkung des ländlichen Raums ausgeben. Den Aktionsplan werden wir noch besonders durch eine Nordbayern-Initiative mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Wirtschaft ergänzen...(Ralph Schweinfurth)

(Lesen Sie den vollständigen Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 13. September 2013)

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Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 17. August 2018 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Johannes Schnell,
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(JA)

Leopold Herz, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag

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