Wirtschaft

Wer mit dem Flieger nach Deutschland zurückkehrt, muss sich testen lassen. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

30.03.2021

Ein kleiner Boom

Nach der langen Flaute freuen sich die Flughäfen München und Nürnberg auch über ein paar Urlauberflüge nach Mallorca

An den bayerischen Verkehrsflughäfen dürfte es jetzt erst mal wieder ruhig werden. "Wir haben einen Riesenansturm auf Mallorca gehabt", sagte der Münchner Flughafensprecher Robert Wilhelm: Am ersten Wochenende der Osterferien starteten 18 Flugzeuge von München auf die spanische Insel im Mittelmeer, nach nur zwei Maschinen in der Woche zuvor. Erfahrungsgemäß fliege aber ein großer Teil der Osterurlauber gleich zu Ferienbeginn, ein Teil dann noch über das Osterwochenende, sagte Wilhelm. Danach dürfte das Aufkommen wieder zurückgehen. Die Lage sei sehr unbeständig, die Fluggesellschaften reagierten sehr flexibel.

Nachdem die Bundesregierung Mallorca von der Liste der Risikogebiete gestrichen hatte, stampften die Airlines in kürzester Zeit Verbindungen aus dem Boden. "Die Flüge sind auch gut gebucht", sagte Wilhelm. "Gerne genommen wird auch Dubai." Die Temperaturen seien derzeit angenehm zum Baden, es sei wenig los, und Touristen brauchten nur einen Corona-Test. Die Fluggesellschaft Emirates setze über die Osterferien die große A380 ein statt der kleineren Boeing 777.

Es sei aber nur "ein kleiner Boom", sagte Wilhelm. Für die beiden Osterferienwochen hätten die Airlines rund 3600 Flüge von und nach München geplant. Zum Vergleich: Während der Osterferien 2019 waren es rund 18.000 Flüge.

Auch in Nürnberg gab es jetzt eine kleine Welle von Urlaubsflügen. "Hauptsächlich Mallorca und ein bisschen Thessaloniki", sagte Flughafensprecher Jan Beinßen. "Die meisten, die weg wollten, sind schon weg." Am Wochenende gab es mehrere Flüge von Eurowings und Ryanair nach Mallorca, jetzt stehen nur noch vereinzelte auf dem Flugplan. Wer auf die Kanaren, Ibiza, die griechischen Inseln oder nach Italien will, muss sich noch bis Mai oder Juni gedulden.

Über die Osterferien rechnet der Flughafen Nürnberg mit insgesamt 90 bis 100 Starts und Landungen mit gut 7000 Passagieren - etwa 95 Prozent weniger also als vor zwei Jahren im selben Zeitraum: Damals zählte Nürnberg 1630 Flugbewegungen und 182.000 Passagiere.

In Memmingen dagegen stehen derzeit vor allem Flüge von Wizz Air nach Osteuropa auf dem Flugplan. Viele Passagiere sind Arbeitskräfte auf Heimaturlaub, wie Flughafensprecherin Marina Siladji erklärte. In den beiden Ferienwochen sind je 86 Starts und Landungen geplant. Nur 6 Flüge gehen in den Osterferien nach Mallorca.
(Roland Losch, dpa)

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