Wirtschaft

Bayerns Umweltminister will persönlich dafür sorgen, dass der Windbranche im Freistaat nicht die Puste ausgeht. (Foto: Wraneschitz)

26.03.2010

Herrn Söders Gespür für Wind

Alle Parteien sind der Windenergie zugeneigt – doch ein deutliches politisches Bekenntnis fehlt

2. Bayerischer Windbranchentag in Fürth: Die drehenden Kraftwerke haben für die Wirtschaft des Freistaats eine große Bedeutung. Besonders die Zulieferindustrie profitiert stark davon. Die Politik bekennt sich jedoch nur halbherzig, kritisieren Unternehmer.
„Sie werden in Bayern einen starken und verlässlichen Partner haben. Weg von Kohle, Öl, Gas: Wir brauchen Regenerativenergien in Bayern!“ Das versprach Umweltminister Markus Söder (CSU) den beim Treff der bayerischen Windszene in Fürth versammelten etwa 500 Vertretern von Herstellerunternehmen, Projektentwicklern, Banken, Kommunen und Investoren.
Bisher konnten die Windwerker diese Unterstützung nicht immer feststellen. Doch nun machte der CSU-Politiker aus Nürnberg Hoffnung, dass die schwarz-gelbe Münchner Kabinettsrunde die Windenergie als Wirtschafts- und Umweltchance anschieben will.
Sogar den Landesentwicklungsplan (LEP) werde die Regierung auch auf Windkraft ausrichten, versprach der Umweltminister: Denn „wir brauchen einen energetischen Neuanfang: absolute Ökoenergie“, dann reduziere sich die CO2-Bilanz „auf fünf Tonnen pro Kopf und Jahr“. Gleichzeitig werde ein eklatantes volkswirtschaftliches Problem gelöst: „Zurzeit wird Geld exportiert und Energie importiert.“
Es scheint, als habe die Staatsregierung erkannt: „28 Windkraftanlagen in 2009 sind zu wenig. Drei Prozent Windstrom“, also eine Vervierfachung der bestehenden Anlagenleistung, lautet Söders Ziel nun. Das wären gut 1000 Windkraftanlagen im Freistaat. Bisher ist die Energie der Luft im LEP nicht aufgeführt. Doch „wenn ich es ernst meine beim Klimaschutz, darf kein Erneuerbare-Energie-Bereich außen vor bleiben“, gab der Minister als Losung aus. (Heinz Wraneschitz)

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