Wirtschaft

Steigende Weltmarktpreise treiben die Rohstoffkosten für Bayerns Unternehmen auf ein Rekordniveau. (Foto: dpa/Olaf Döring)

28.05.2026

Rohstoffpreise für bayerische Wirtschaft auf Rekordhoch

Ein entsprechender Index der vbw hat im April seinen bisherigen Höchststand aus dem März 2022 übertroffen – ein wichtiges Metall hat seinen Preis binnen eines Jahres versiebenfacht

Die Rohstoffkosten für die bayerische Wirtschaft steigen weiter. Der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erhobene Rohstoffpreisindex ohne Energie überschritt im April erstmals die Marke von 200 Punkten und lag damit über seinem bisherigen Höchststand aus dem März 2022.

Grundlage des Index sind die Weltmarktpreise von mehr als 40 wichtigen Rohstoffen. Berücksichtigt wird dabei auch, wie stark diese nach Bayern importiert werden. Der Rohstoffpreisindex mit Energie legte ebenfalls deutlich zu, liegt aber noch unter den Höchstwerten aus dem Jahr 2022.

„Die Dynamik der vergangenen Monate setzt sich fort und verschärft die ohnehin angespannte Lage für die Unternehmen im Freistaat weiter“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Vor allem Wolfram wird deutlich teurer

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Rohstoffe insgesamt um mehr als ein Drittel. Aluminium kostete zuletzt mehr als die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Besonders stark fiel der Anstieg bei Wolfram aus: Der Preis legte binnen eines Jahres um 643 Prozent zu – mehr als eine Versiebenfachung.

Auch Kupfer, Zinn, Gold, Silber und Platin verteuerten sich zuletzt deutlich. Bei Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin gab es zuletzt allerdings wieder leichte Preisrückgänge.

Nachfrage aus Rüstung und Technologie wächst

Brossardt sieht vor allem die stark steigende Nachfrage als Ursache. „Das knappe Angebot trifft auf eine stark wachsende Nachfrage aus der Technologie- und Rüstungsindustrie“, erklärte er. Wolfram werde unter anderem für KI-Chips und moderne Waffen benötigt. (dpa)

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