Wirtschaft

Oberbank-Vorstandsdirektor Martin Seiter. (Foto: Joachim Haslinger)

15.04.2026

Sehr starkes operatives Geschäft in allen Segmenten

Die Oberbank AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 ihr drittes Rekordergebnis in Folge

Die Oberbank, 1869 als Bank für Oberösterreich und Salzburg gegründet, ist eine unabhängige, österreichische Regionalbank mit Sitz in Linz. Ihr Filialnetz umfasst 165 Standorte in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Die Bank hat 2025 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 477,1 Millionen Euro und damit das dritte Rekordergebnis in Serie erwirtschaftet, erklärte Vorstandsdirektor Martin Seiter im Rahmen der Bilanzpräsentation in München. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf 372 Millionen Euro.

Seiter betonte, dass man vonseiten der Bank selbst nicht mit diesem guten Ergebnis gerechnet und die eigenen Erwartungen übertroffen hat und das trotz schwieriger Rahmenbedingungen, rückläufiger Zinserträge sowie einer erhöhten Kostenbelastung durch die österreichische Bankenabgabe.

Aufgrund des guten Ergebnisses werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 1,35 Euro je Aktie vorschlagen. Das ist eine Erhöhung um 20 Cent und damit ist die Ankündigung, die Dividende in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln, im Plan, so Seiter, der zum 1. Januar 2027 die Nachfolge von Generaldirektor Franz Gasselsberger antreten wird.

Kundeneinlagen auf neuem Höchststand

Gewachsen sind Kreditnachfrage sowohl von Unternehmen als auch Privaten – mit einem Plus von rund 20 Prozent in der Neuvergabe konnte das Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 860,4 Millionen Euro auf 21,6 Milliarden Euro gesteigert werden – sowie die Kundeneinlagen (+ 4,7 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro). Ergänzt um die Volumina auf den Wertpapierdepots erreichten die betreuten Kundengelder einen Rekordwert von 43,6 Milliarden Euro.

Im Privatkundengeschäft setzten sich die starken Trends fort. So konnte erneut ein starker Anstieg in der Wohnraumfinanzierung verzeichnet werden, freute sich Seiter. Die private Vorsorge bleibe das Thema für Jung sowie Alt und auch die Nachfrage nach Wertpapieren stieg auf ein neues Rekordniveau. Die Oberbank setzt bei diesen wichtigen Lebensentscheidungen (Wohnbau, Vorsorge, Geldanlage) nach den Worten des Vorstandsdirektors auch weiterhin auf persönliche Beratung und differenziere sich damit höchst erfolgreich von den Online- und Direktbanken. Besonders stolz ist man aufseiten der Bank auf die Höchstwerte in der Kundenzufriedenheit.

Getrieben vom starken Private-Banking-Ergebnis und vom Zahlungsverkehrsgeschäft ist das Provisionsergebnis um 12,6 Prozent auf 231,8 Millionen Euro gestiegen. Durch eine strenge Kostendisziplin konnte laut Seiter der Verwaltungsaufwand stabil gehalten werden.

Sehr erfreut zeigte sich Seiter über die Kernkapitalquote von knapp 20 Prozent. Damit befinde sich die Oberbank im Spitzenfeld der europäischen Universalbanken. Diese ausgezeichnete Eigenkapitalbasis stelle sicher, dass der erfolgreiche Wachstumskurs fortgesetzt werden kann. „In Summe zeigt dieses Ergebnis, wie widerstandsfähig unser Geschäftsmodell ist.“

Die Entwicklung der Bilanzsumme und damit die Vorbereitung auf die EZB-Direktbeaufsichtigung verlaufen planmäßig, so der Vorstandsdirektor. Er geht davon aus, dass die Oberbank heuer die 30-Milliarden-Euro-Grenze erreicht, womit sie ab 2028 eine von der EZB direktbeaufsichtigte Bank ist, ein weiteres Qualitätsmerkmal für die Bank.

Nach den Worten von Generaldirektor Gasselsberger wird 2026 „ein holpriges Jahr“. Das Inflationsgespenst sei wieder da und auch Zinserhöhungen sind nicht ausgeschlossen. „Was wir aktuell sehen, sind starke Zuwachsraten bei den Wohnbaufinanzierungen.“ Ferner habe die Oberbank im 1. Quartal 2026 ein Rekordergebnis im Wertpapiergeschäft erreicht und ebenso das Einlagenwachstum ist stark. Auch das Kreditwachstum sei im 1. Quartal 2026 „sehr, sehr stark“ gewesen. 

Allerdings führe die jüngste Krise, so Gasselsberger, je länger sie dauert, zu Vertrauensverlust, also Konsumzurückhaltung und einem Anstieg der Sparquote. Ebenso sei mit Auswirkungen auf das Kreditrisiko zu rechnen, da die Unternehmen ihre Kostensteigerungen nicht überall im Markt weitergeben können. „Wir fahren daher auf Sicht und blicken mit Respekt auf das weitere Geschäftsjahr 2026.“ Ein präziser Ausblick in diesem Umfeld sei nicht möglich, betonte der Generaldirektor. (Friedrich H. Hettler)
 

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