Wirtschaft

Für Siemens Energy laufen die Geschäfte blendend. (Foto: dpa, Jürgen Lösel)

12.05.2026

Stromhunger der KI verleiht Siemens Energy Rückenwind

Iran-Krieg wirkt sich nur gering auf die Geschäfte im Nahen Osten aus

Der Stromhunger der KI-Rechenzentren treibt die Geschäfte bei Siemens Energy an. Insbesondere diese Nachfrage habe im zweiten Quartal des Geschäftsjahres für Rekordauftragseingänge gesorgt, teilte der Konzern mit, der nach zweieinhalb Jahren meist steigender Aktienkurse inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen in Deutschland gehört. Der Iran-Krieg trifft das Unternehmen bisher nur gering und Sorgenkind Gamesa steht kurz vor der Gewinnschwelle.

Dass die Geschäfte blendend laufen, hatte Siemens Energy bereits im April auf Basis vorläufiger Zahlen gemeldet und die Prognose angehoben. Diese Zahlen bestätigte der Konzern nun: Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 835 Millionen Euro, der Umsatz von 10 auf 10,3 Milliarden und der Auftragseingang von 14,4 auf 17,7 Milliarden Euro. Bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September will Siemens Energy rund 4 Milliarden Euro Gewinn machen. 

Marktumfeld "sehr positiv"

"Das Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten sehr positiv", sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. "Das spiegelt sich in einem erneut sehr starken Quartal und einem  überzeugenden ersten Halbjahr wider. Dass wir den Ausblick anheben, zeigt unsere Überzeugung, dass sich diese Entwicklung fortsetzt."

Selbst die Krisentochter Siemens Gamesa, die in der Vergangenheit immer wieder den ganzen Konzern in die roten Zahlen gezogen hatte, kommt auf ihrem Weg in die Gewinnzone voran. Im abgelaufenen Quartal meldete sie nur noch einen Verlust von 39 Millionen Euro. Vor einem Jahr war es noch mehr als eine halbe Milliarde Euro. Konzernchef Bruch geht davon aus, dass Gamesa im vierten Geschäftsquartal, das von Juli bis September dauert, erstmals seit langem wieder schwarze Zahlen schreiben wird. 

Iran-Krieg hat finanziell nur geringe Auswirkungen

Obwohl Siemens Energy auch im Nahen Osten aktiv ist, habe der Iran-Krieg bisher keine großen Auswirkungen, sagt Bruch, der vor kurzem vor Ort war. Es sei ein mulmiges Gefühl, wenn man im Hotel die Nachricht bekomme, einen sicheren Ort aufzusuchen. Finanziell seien die Folgen bisher vernachlässigbar. Auch von Siemens Energy betreute Anlagen seien bisher nicht getroffen worden und die Auftragseingänge aus der Region gingen weiter. 

Die größten Gewinnbringer waren im zweiten Quartal erneut die Sparten Gas Services und Grid Technologies (Netztechnologie) mit jeweils mehr als einer halben Milliarde Gewinn. Einen Teil der Einkünfte will Energy bereits wieder an seine Aktionäre zurückgeben: Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll beschleunigt werden.
(Christof Rührmair, dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Ralf Wintergerst, CEO von Giesecke+Devrient, weist auf einen sehr wesentlichen Umstand der deutschen Politik hin: „Es gibt hierzulande sehr viele Veto-Punkte, wo der eine aus Eigeninteresse den Vorschlag des anderen blockieren kann."

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.