Wirtschaft

Künstliche Intelligenz hat einer Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bisher nicht nennenswert Jobs in Deutschland gekostet. (Foto: dpa, Daniel Karmann)

13.10.2026

Studie: KI lässt Beschäftigung noch nicht schrumpfen

Viele Menschen befürchten, dass ihr Job bald von künstlicher Intelligenz erledigt werden könnte. Daten vom Arbeitsmarkt belegen das im Moment noch nicht

Künstliche Intelligenz hat einer Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bisher nicht nennenswert Jobs in Deutschland gekostet. Insgesamt habe sich seit 2022 die Vollzeitbeschäftigung in Berufen, die in hohem Maß von KI beeinflusst sind, sogar besser entwickelt als in anderen Berufen, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. 

Das Beschäftigungswachstum sei in KI-betroffenen Berufen in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen um fast sechs Prozentpunkte und bei den 40- bis 64-Jährigen um rund fünf Prozentpunkte höher ausgefallen als in weniger KI-betroffenen Berufen. Bei den Jüngeren unter 30 ist der Zusammenhang jedoch negativ: Die Vollzeitbeschäftigung in dieser Altersgruppe sei in stark von KI betroffenen Berufen um 1,2 Prozentpunkte stärker zurückgegangen als in weniger betroffenen Berufen.

Gefahren durch KI sehen die IAB-Forscher aber grundsätzlich in der Industrie, vor allem in nicht akademischen Berufen. In beiden Bereichen entwickele sich bei jungen Leuten die Beschäftigung vor allem dann negativ, wenn der Einfluss von KI bereits hoch ist.
(Michael Donhauser, dpa)

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